Jahrgang 5 Nr. 41 vom 13.11.2008
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 13.11.08) Deutsch-türkische Zusammenarbeit bei der Berufsbildung. Die Stiftung für Bildung und Entwicklung Bursa (Bursa Egitim ve Gelistirme Vakfi) und Arbeit und Leben Hamburg haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der einen Schüleraustausch beinhaltet. In Koopertion sollen Ausbildungen für die Kfz-Branche, Metall/Maschinenbau sowie Automatisierung und Mekatronik durchgeführt werden, die mit einem von der EU anerkannten Zertifikat abschließen. Das Programm soll im kommenden Jahr in Bursa beginnen und später schrittweise auf die ganze Türkei ausgedehnt werden.
  • (Milliyet, 13.11.08) Zahlungsbilanzdefizit im September stark zurückgegangen. Die Zentralbank gibt das Zahlungsbilanzdefizit im September mit 914 Millionen Dollar an. Dies entspricht einem Rückgang um 60 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Von Januar bis September erreichte das Zahlungsbilanzdefizit eine Höhe von 26,074 Mrd. Dollar, was einem Anstieg um 35,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Für den starken Rückgang des Zahlungsbilanzdefizits im September ist die Verringerung des Außenhandelsdefizits um 15,1 % ausschlaggebend. Der Zufluss ausländischen Kapitals ist seit Jahresbeginn um rund ein Drittel zurückgegangen.
  • (Yeni Safak, 12.11.08) Tüzmen rechnet nicht vor 2011 mit Erholung. Der für den Außenhandel zuständige Staatsminister Kürsat Tüzmen erklärte bei einer Konferenz, dass er nicht vor 2011 mit einer ernsthaften wirtschaftlichen Erholung rechne. Zugleich verwies Tüzmen darauf, dass 2002 das Exportvolumen noch bei 36 Mrd. Dollar gelegen habe, bei einem Export im Wert von voraussichtlich 130 Mrd. Dollar in diesem Jahr stellen sich zurzeit jedoch Schwierigkeiten ein.
  • (Dünya, 12.11.08) Kapazitätsauslastung der Industrie auf niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Das Türkische Statistikinstitut ermittelte für Oktober eine Kapazitätsauslastung der Industrie von 76,6 %. Rückgänge wurden insbesondere bei Textil und dem Kraftfahrzeugbau verzeichnet. Lag im Vorjahr die Kapazitätsauslastung beim Kraftfahrzeug- und Karrosseriebau bei 90,2 %, so wurde in diesem Jahr nur 75,3 % erreicht. Die befragten Unternehmen gaben an, dass im Oktober die Produktion um 3,3 % zurückgegangen sei. Der Rückgang des Verkaufs ins Ausland läge bei 3,4 %. Für November rechnen die Unternehmen mit einem Produktionsrückgang um 1,5 % und einer Zunahme des Auslandsabsatzes um 2,3 %.
  • (Dünya, 12.11.08) Automobilexport im Oktober zurückgegangen. Der Verein der Kraftfahrzeugindustrie (OSD) teilt mit, dass im Oktober der Export von Kraftfahrzeugen insgesamt um 27,5 %, der Export von Autos um 32,5 % zurückgegangen ist. Weiter geht der OSD davon aus, dass dieser Rückgang in den kommenden Monaten noch zunehmen wird. Aufgrund nachlassender Nachfrage wurde im Oktober die Produktion von Kraftfahrzeugen um 20,5 %, die von Autos um 24,2 % gedrosselt.
  • (Dünya, 11.11.08) Industrieproduktion um 6,4 % zurückgegangen. Daten des Türkischen Statistikinstituts zufolge ging der Index des produzierenden Gewerbes im September um 5,5 % zurück. Bei den Sub-Indexen lag der Rückgang bei der Industrieproduktion bei 6,4 %, beim Bergbau bei 4,3 %, während die Energieproduktion um 1,6 % stieg. Die Textilproduktion sank im September um 17,6 %, bei Bekleidung lag der Rückgang bei 15,6 %. Seit Jahresanfang verzeichnete der Index einen Anstieg um 2,5 %. Der unerwartet starke Rückgang im September weckt Befürchtungen, dass das Wirtschaftswachstum 2008 unter 4 % sinken könnte.
  • (Dünya, 11.11.08) Steuersenkungen mit eiem Volumen von 47,318 Mrd. YTL in drei Jahren. Im Rahmen des Haushaltsgesetzes 2009 werden Änderungen an zehn Steuergesetzen vorgenommen. Die stärksten Nachlässe sind bei der Einkommenssteuer (zwischen 9,7 und 11,9 Mrd. YTL von 2009-2011), der Körperschaftssteuer und sonstigen Steuern vorgesehen.
  • (Cumhuriyet, 10.11.08) TEPAV legt Studie zu Auswirkungen der Finanzkrise auf die Türkei vor. Das Forschungsinstitut der Union der türkischen Börsen und Kammern TEPAV geht davon aus, dass die internationale Finanzkrise die Türkei auf vier Ebenen treffen wird: Kredite, Portefeuille, Außenhandel und verändertes Konsumentenverhalten. In dem Bericht wird gewarnt, dass die Krise auf allen vier Ebenen gleichzeitig zu Problemen führen könnte. Als Folge könnte das Wirtschaftswachstum zurückgehen, das hohe Zinsniveau beibehalten werden, der Inflationsanstieg anhalten, Aktienkurse fallen, Arbeitslosigkeit steigen und die Türkische Lira an Wert verlieren. (Bericht, türkisch)

weitere Kurzmeldungen


Deutsch-türkische Zusammenarbeit bei der Berufsbildung


Zahlungsbilanzdefizit im September stark zurückgegangen


Tüzmen rechnet nicht vor 2011 mit Erholung


Kapazitätsauslastung der Industrie auf niedrigsten Stand seit fünf Jahren


Automobilexport im Oktober zurückgegangen


Industrieproduktion um 6,4 % zurückgegangen


Steuersenkungen mit eiem Volumen von 47,318 Mrd. YTL in drei Jahren


TEPAV legt Studie zu Auswirkungen der Finanzkrise auf die Türkei vor

 

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