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Europäischer Toleranzpreis für türkisch-deutsche OperClaus Stille Im November letzten Jahres machte das Theater Bremen über die Grenzen der Hansestadt hinaus mit einer interessanten Opernpremiere auf sich aufmerksam. Interessant gleich in zweifacher Hinsicht: erstens weil es die Premiere der ersten türkisch-deutschen Oper im Neuen Schauspielhaus Bremens auf einer deutschen Bühne herausbrachte. Zweitens, weil sich der Komponist dieser Oper betreffs seiner Tonsetzung an einem Aufsehen erregenden Film des bekannten deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin orientierte. Natürlich ist, wie sie sich sicherlich schon denken werden, verehrte Leserinnen und Leser, von der Oper „Gegen die Wand“ nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin, die Rede. (Istanbul Post informierte) Der Autor und Komponist Lutger Vollmer hat mit „Gegen die Wand“ Neuland betreten. Das war sicherlich auch mit Risiken verbunden. Es hat sich augenscheinlich gelohnt, diese einzugehen. Um so erfreulicher, dass ihm darüber hinaus mit seinem Werk ein wirklich großer Wurf gelungen zu sein scheint. Und zwar nicht nur in rein künstlerischer Hinsicht.Schließlich dürfte die Oper auch ein Beitrag in puncto Integration und Völkerverständigung leisten. Was ganz offenbar nicht nur das Bremer Theaterpublikum und die Kritik so sieht. Auch andere deutsche Bühnen haben nämlich bereits Interesse an der Inszenierung der Oper „Gegen die Wand“ an ihren Häusern angemeldet. Auch dem Kulturforum Europa ist Vollmers Oper „Gegen die Wand“ positiv aufgefallen. Weshalb man sich dort auch schnell darüber einig war, dem Komponisten und dem Theater Bremen den „Europäischen Toleranzpreis“ zu verleihen. Die Ehrung wurde am 14. Februar vor Beginn der Abendvorstellung in Bremen vorgenommen. Die Jury lobte, das auf dem mehrfach preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ des Hamburgers Fatih Akin basierende Opernwerk Vollmers (Libretto/Musik) stehe für „Weitblick“ und „Engagement“ im türkisch-deutschen und europäischen Verhältnis. |
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