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- (Dünya, 11.09.09) Wirtschaft im zweiten Quartal um 7 Prozent geschrumpft. Das Türkische Statistikinstitut hat den Rückgang der türkischen Volkswirtschaft im ersten Halbjahr auf 10,6 % berechnet. Mit der Präsentation der Ergebnisse für das zweite Halbjahr wurde auch eine Revision der fünf vorhergehenden Quartale präsentiert. Demzufolge lag der Rückgang im vierten Quartal 2008 bei 6,5 %. Der Rückgang im ersten Quartal 2009 wurde auf 14,3 % revidiert. Mit einem Rückgang um 7 % im zweiten Quartal lag das Ergebnis günstiger als erwartet. Als wichtigste Ursache wird eine positive Entwicklung der Landwirtschaft (Zuwachs um 6,6 %) angesehen. Mit 21 % musste der Bausektor im zweiten Quartal den stärksten Rückgang hinnehmen.
- (Dünya, 10.09.09) Türkei im "Doing Business 2010" Bericht der Weltbank auf Rang 73. Ein 183 Länder vergleichender Bericht der Weltbank stuft die Türkei auf Rang 73 ein - zehn Rangplätze tiefer als im Vorjahr. Der Bericht stellt insbesondere Reformleistungen einer Reihe von Ländern heraus. Die Untersuchung analysiert eine Reihe von Bereichen des Geschäftslebens. Sehr günstig schneidet die Türkei dabei bei Registrierung von Eigentum (Rang 36) und bei der Eröffnung eines Geschäfts ab (Rang 56). Als ungünstig werden Beschäftigung (Rang 145), die Erteilung von Baugenehmigungen (Rang 133) und die Bedingungen für die Schließung eines Unternehmens (Rang 121) bewertet. (Türkei-Auszug, Englisch)
- (Dünya, 9.09.09) Türkei bei Wettbewerbsfähigkeit im Mittelfeld. Im "Globalen Wettbewerbsraport 2009-2010" des Weltwirtschaftsforums (WEF) wird unter 133 bewerteten Ländern die Türkei auf Platz 61 aufgeführt. Damit lag sie um zwei Ränge höher als im vergangenen Jahr, jedoch um acht Plätze hinter dem Ergebnis vor zwei Jahren. Auch wird angemerkt, dass der Aufstieg um zwei Ränge weniger auf Fortschritte zurückgeht, sondern auf die Schwäche anderer Länder. (Bericht, Englisch)
- (Cumhuriyet, 9.09.09) Wieder Steuerstrafe gegen Dogan Medien. Das Finanzministerium hat gegen die Dogan Medienholding eine Forderung von 3,76 Mrd. TL erhoben. Grundlage sind Steuerprüfungen bei Mitgliedsunternehmen der Gruppe, bei denen eine Nachforderung von 1,8 Mrd. TL errechnet wurde. Außerdem erhebt das Finanzministerium eine Steuerstrafe in gleicher Höhe sowie eine Reihe weiterer Strafen. Die Cumhuriyet weist darauf hin, dass es sich nicht nur um die höchste Steuerstrafe in der Geschichte der Türkei handelt, sondern das die Forderung das Kapital der Gruppe überschreitet. Bereits aufgrund einer im Frühjahr erhobenen Steuerstrafe musste die Holding ihre Aktien als Sicherheit für die Fiskusforderungen hinterlegen. Die Dogan Medienholding ist mit Tageszeitungen, Fernsehsendern und Verlag das führende türkische Medienunternehmen. Die Dogan Medienholding hat angekündigt, alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen.
- (Türkisches Statistikinstitut, 8.09.09) Industrieproduktion erholt sich nur langsam. Der Index des produzierenden Gewerbes ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,2 % gesunken, gegenüber dem Vormonat um 0,9 % gestiegen. Während der Bergbau einen Zuwachs von 0,9 Punkten verzeichnen konnte, ging die Industrieproduktion um 10,5 Punkte und die von Gas, Wasser und Strom um 3,2 % zurück. Mit 22,7 % fiel nach Untersektoren der Rückgang bei Investitionsgütern am höchsten aus. In den einzelnen Produktgruppen verzeichnet der Kraftfahrzeugbau weiterhin die höchsten Einbußen.
- (Dünya, 8.09.09) Ausländische Direktinvestitionen in 2009 voraussichtlich unter 10 Mrd. Dollar. In einem Gespräch mit der Wirtschaftszeitung Dünya erklärte der Generalsekretär des Vereins ausländischer Direktinvestoren Mustafa Alper, dass nach einem Aufkommen von 4,2 Mrd. Dollar internationationaler Investitionen in der Türkei im ersten Halbjahr die Gesamtsumme zum Jahresende vermutlich unter 10 Mrd. Dollar bleiben werde. Auch für die kommenden drei Jahre rechnet Alper mit einem geringeren Investitionsaufkommen. Er veweist auf die zusammen mit der Regierung durchgeführten Arbeitsgruppen zur Verbesserung des Investitionsklima und eine Reihe von positiven Entwicklungen, die erzielt werden konnten. Dabei nannte er insbesondere die Schattenwirtschaft, Rechtssicherheit, Steuern und Subventionen, Beschäftigung/Bildung, den Schutz geistigen Eigentums, Forschung und Entwicklung sowie den EU-Beitrittsprozess.
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