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Istanbul Post |
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Fit für die Kulturhauptstadt 2010 (1. Teil): Vom unwissenden Besucher zum InsiderRezension: Brigitte Moser / Michael W. Weithmann, Kleine Geschichte Istanbuls, Regensburg 2010. von Markus Beek Istanbul ist Geschichte. Jeder Besucher spürt, sieht, atmet die Historie dieser Metropole, wenn er durch die Gassen schlendert oder mit der Fähre zwischen Asien und Europa pendelt und vom Schiff aus die alten Überreste der alten Festungsmauern betrachtet, welche die Weltmacht des ehemaligen Ostroms bis heute bezeugen. Bereits seit über 2600 Jahre prägte und prägt die heutige Megalopolis mit rund 13 Millionen Einwohnern die Geschicke Europas mit. Im Jahr 2010 werden sich noch mehr Besucher als sonst in Richtung Bosporus aufmachen - schließlich ist Istanbul dieses Jahr die Kulturhauptstadt Europas. Brigitte Moser und Michael Weithmann schrieben eine leicht lesbare und kompakte historische Überblickdarstellung, die beim Friedrich Pustet Verlag in einer Reihe über die Geschichte bedeutender Städte erschienen ist. Dabei spricht das kurzweilig geschriebene Buch sowohl Interessenten an, die wenig bis gar nichts über Istanbul wissen, als auch versierte Kenner, die bestimmt noch einiges Neues erfahren. Die beiden Autoren sind langjährige Kenner der südosteuropäischen Geschichte und im speziellen der Geschichte der Türkei. Das Buch schildert chronologisch die Entwicklung der Stadt von der Gründung Byzantions um das Jahr 660 v. Christus bis zum modernen Istanbul zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Mit vielen Anekdoten angereichert machen die Autoren den Leser zum Kenner und Insider der Stadtgeschichte und verleiten ihn weiterhin dazu, sich nach der Lektüre noch näher mit der Geschichte Istanbuls zu beschäftigen. Angereichert ist der Band mit zahlreichen schwarz-weiß Abbildungen, Karten und Infoboxen, die knappe Informationen zu wichtigen Themen geben. Was zeichnet die Geschichte Istanbuls aus? Ein Aspekt der ereignisreichen Geschichte Istanbuls spiegelt sich im Wechsel des Namens wieder, wie die Autoren aufdecken. Gegründet wurde Istanbul ursprünglich unter dem Namen Byzantion. Seit 330 n. Chr. hieß Istanbul noch Konstantinopel und war bis 1453 der Herrschaftssitz des oströmischen Kaisers. Im 6. Jahrhundert ließ Kaiser Justinian das prägende Bauwerk Ostroms errichten: die Hagia Sophia, die Kirche der Heiligen Weisheit. Diese Kirche diente nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen als Vorbild für den Bau der Moscheen. Die größte Kirche der damaligen Zeit und damit auch Konstantinopel verstanden sich als geistlicher Mittelpunkt der Christenheit. Weiterhin erfährt der Leser, woher sich der Name Istanbul herleitet. Aus dem griechischen “eis ten polin” - was “in die Stadt” bedeutet - hatte sich bei den Bürgern der geläufige Begriff “Stambul” oder “Istanbul” durchgesetzt, den auch die Osmanen übernehmen sollten. Dabei verstanden die Osmanen etwas anderes unter dem Begriff Istanbul als unter der griechischen Bedeutung. Das Buch ist von zwei Liebhabern der Stadt geschrieben. Und für geschichtsinteressierte Reisende, die einfach mehr erfahren wollen, wie Istanbul das wurde, was es heute ist, dem sei dieses Buch ins Handgepäck gelegt. |
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