Jahrgang 2 Nr. 0 vom 20.09.2001
 

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"Eine Einladung zu leben"

Menschenrechtsstiftung ruft zu Spenden für die Rehabilitation der Hungerstreikenden auf

Die türkische Menschenrechtsstiftung hat nach eigenen Angaben bisher ca. 90 Milliarden TL für die Behandlung von Hungerstreiksfolgen sowie der Verletzungen, die bei der Stürmung der Gefängnisse im Dezember 2000 eingetreten sind, aufgewand. Der Finanzbedarf für die Fortsetzung der Behandlungen beträgt voraussichtlich weitere 200 Milliarden TL.

Seit gut 10 Monaten dauert nun der Hungerstreik gegen die Einführung der Hochsicherheits F-Typ-Gefängnisse an. Noch immer befinden sich nach Angaben von BIANET 250 Gefangene im Hungerstreik, 25 Personen unterstützen den Hungerstreik außerhalb der Gefängnisse. Seit Beginn sind 34 Personen, Häftlinge und Unterstützer, an den Folgen des Hungerstreiks gestorben. Die im Dezember 2000 durchgeführte Stürmung der Gefängnisse ("Hayata Dönüs Operasyonu") hat neben 32 weiteren Todesopfern auch eine große Zahl von Verletzten gefordert.

Die Menschenrechtsstiftung bemüht sich nun um die medizinische Betreuung von Hungerstreikenden und verletzten Gefangenen. Während die Rehabilitationsmaßnahmen für einen Hungerstreikenden im Schnitt 1,5 Milliarden TL kosten, ist die Behandlung der Brandwunden der bei der Gefängnisstürmung Verletzten mit durchschnittlich 15 Milliarden TL wesentlich teurer. Eine Anzahl von Gefangenen hat außerdem Schußverletzungen erlitten, die behandelt werden müssen. Hinzu kommen Pflegehilfsmittel die beschafft werden müssen.

Die Menschenrechtsstiftung gibt an, daß bisher 244 Anträge auf Unterstützung bei den Therapiekosten gestellt wurden. Dafür seien 90 Milliarden TL aufgewandt worden. Der weitere Finanzbedarf betrage voraussichtlich 200 Milliarden TL. Die Menschenrechtsstiftung ruft darum zu Spenden auf.

 

Die Adresse der Stiftung lautet:

Insan Haklari Vakfi

Genel Merkez, Ankara
Menekþe 2 Sokak, No:16/6-7
06440, Kýzýlay Ankara

E-mail: tihvgonulluleri@turk.net

 

 

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