Claus Stille

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Orhan Pamuk gehört dem Osten wie dem Westen

Nobelpreisträger holt BRD-Lesereise nach und nimmt Ehrendoktor entgegen

Von Claus Stille

Ursprünglich war die Lesereise des türkischen Literaturnobelpreisträgers

Orhan Pamuk mit mehreren Stationen in Deutschland für Anfang Februar 2007 geplant gewesen.

Nachdem sich jedoch in Istanbul auf offener Straße der feige Mord an Pamuks Freund Hrant Dink, dem Herausgeber und Chefredakteur der türkisch-armenischen Wochenzeitung Agos, ereignet hatte, entschloss sich der Nobelpreisträger die Reise abzusagen.

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1663 Tage Folterlager Guantanamo

Murat Kurnaz hat über sein Schicksal ein Buch geschrieben

Von Claus Stille

Ein Bremer Türke hat in jungen Jahren die Hölle auf Erden erfahren müssen.

Als 19-jähriger zog der junge Mann, der in seiner Heimatstadt Bremen Schiffsbauer lernte und zuvor an der türkischen Schwarzmeerküste, der Heimat seiner Eltern, eine Multesima (Muslima, die exakt nach den Regeln des Islam lebt) geheiratet hatte, aus, um in Pakistan den Koran zu studieren.

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Halbe Million Kinder feierten „23 Nisan“ in Berlin

Von Claus Stille

In der Türkei ist der 23 Nisan (23.April) ein offizieller Feiertag für die türkischen Kinder. Die Einführung dieses Feiertages im Jahre 1920 geht auf den Staatsgründer der Türkischen Republik

Mustafa Kemal Atatürk zurück. Atatürk widmete diesen Tag unter dem Motto „Unsere Kinder sind unsere Zukunft“ ganz den Kindern. Seit dem Jahre 1979 fügte man dem Feiertag den erweiterten Titel „Internationales Kinderfest“ hinzu. Demgemäß werden zu den Feierlichkeiten stets auch Kindergruppen aus anderen Ländern eingeladen. Die Organisation der gemeinsamen Paraden der Kinder in traditionellen Kostümen obliegt dem staatlichen türkischen Radio- und Fernsehsender TRT.

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An einem EU-Mitglied Türkei scheiden sich nach wie vor die Geister

Prof. Dr. Reiter (Verteidigungsministerium Österreich) ist skeptisch. Außenminister Abdullah Gül versteht die Furcht vor der Türkei nicht

Von Claus Stille

Ein EU-Beitritt der Türkei scheint selbst für Befürworter eines solchen Schrittes weiter denn je in die Ferne gerückt zu sein.

Zumal erst vor kurzem in Europa Stimmen zu vernehmen gewesen waren, welche frei heraus die Meinung vertraten, die Türkei werde ihres Erachtens auch in 50 Jahren noch nicht Mitglied der Europäischen Union sein.

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BND-Untersuchungsausschuss tagte erneut

SPD-Minister ließen Kurnaz ein zweites Mal im Stich

Von Claus Stille

Der Auftritt der bisher hochkarätigsten Zeugen im BND-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags am Donnerstag vergangener Woche war von Interessierten und der Presse mit Spannung erwartet worden. Man erhoffte sich durch die Aussagen des früheren BRD-Innenministers Otto Schily (SPD) und seines damaligen Kollegen, Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier (SPD; heute Außenminister), endlich Aufklärung im Fall des Bremer Türken Murat Kurnaz.

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Ex-Guantanamohäftling Murat Kurnaz arbeitet für Sozialprojekt

Von Claus Stille

Immer wieder beschäftigt der Fall des Bremer Türken Murat Kurnaz die deutschen Medien. Kurnaz war im vergangenen Jahr nach vierjähriger völkerrechtswidriger Haft im US-Gefangenenlager Guantanamo endlich frei gekommen.

Der heute 25-jährige Mann war vor den Terroranschlägen des 11.September 2001 auf das Word-Trade-Center in New York zum Besuch einer Koranschule nach Pakistan gereist. Am Ende dieser Reise nahmen ihn pakistanische Sicherheitskräfte fest und übergaben ihn später gegen Bezahlung Kräften der US-Army. Von denen wiederum wurde er für kurze Zeit in ein Lager nach Afghanistan verbracht. Bis er schließlich von da als „Feindlicher Kämpfer“ nach Guanatanamo ausgeflogen wurde...

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Murat Kurnaz und dem Rechtsstaat zuliebe

Von Claus Stille

Neue Recherchen des ARD-Magazins MONITOR im Falle des aus Bremen stammenden ehemaligen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz erschütterten vergangene Woche abermals die bisherigen Erklärungsversionen des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier.

Zur Affäre äußerte sich der ehemalige hochrangige US-Regierungsvertreter Pierre Prosper letzten Donnerstag im ARD-Fernsehen.

Prosper war zwischen 2002 und 2005 US-Sonderbotschafter und Guantanamo-Beauftragter seiner Regierung.

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Den Türkischen Markt als Chance entdecken

IHK zu Dortmund informierte mit einem „Wirtschaftstag Türkei“

Von Claus Stille

Die Türkei galt großen deutschen Wirtschaftsunternehmen schon von jeher als interessantes Terrain. Nur fehlte es dem Land in den zurückliegenden Jahrzehnten oft an entscheidender wirtschaftlicher Stabilität. Krisen unterschiedlicher Natur schüttelten es hin- und her. Immer wieder drohte das Gespenst vom „Kranken Mann am Bosporus“ Auferstehung zu feiern. Aber dank einer konsequenten Konsolidierung auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet befindet sich die Türkische Republik inzwischen insgesamt wieder auf einem aufsteigenden Ast.

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Was für Sumpf!

Murat Kurnaz und kein Ende

Von Claus Stille

Der Name Kurnaz bestimmte auch vergangene Woche wieder die Schlagzeilen der deutschen Presse und war Thema in den Nachrichtensendungen der elektronischen Medien zum „Fall Steinmeier“.

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Es ist nichts so fein gesponnen...

Wird aus dem Fall Kurnaz ein Fall Steinmeier?

Von Claus Stille

Der Anwalt von Murat Kurnaz, Bernhard Docke, bleibt dabei: Ihm sind Fakten bekannt geworden, wonach der früheren rot-grünen Regierung unter Schröder und Fischer bereits 2002 ein Angebot der US-Behörden vorlag, den damaligen Guantanamo-Häftling Kurnaz an Deutschland zu übergeben.

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Kommentar zur Abweisung der Kopftuch-Klage durch das Bayerische Verfassungsgericht: Weder Fisch noch Fleisch

Von Claus Stille

Am 15.Januar 2007 wurde in Deutschland abermals im so genannten „Kopftuch-Streit“ Recht gesprochen.

Recht? Damit ist es bekanntlich so eine Sache.

Die „Islamische Religionsgemeinschaft“ aus Berlin hatte letztes Jahr (Lesen Sie dazu auch die Istanbul Post vom 28.11.2006) vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen einen Passus im Schulgesetz des Freistaates geklagt, welcher es den Lehrern verbietet, im Unterricht religiöse Symbole zu tragen, aus denen eine „mit den verfassungsrechtlichen Grundwerten unvereinbare Haltung“ herausgelesen werden kann.

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Das alte Lied wohl auch 2007:
Passt die Türkei zur EU? Nur 16% der Deutschen wollen sie drin haben

Von Claus Stille

Mit Beginn des Jahres 2007 übernimmt Deutschland für die Dauer eines halben Jahres die EU-Ratspräsidentschaft und löst damit Vorgänger Finnland ab.
Eine leichte Zeit wird das ganz sicherlich nicht werden. Erst recht nicht, weil die Amtsperiode lediglich 6 Monate lang ist. Eine Zeitspanne, in welcher man sich zwar viel zu tun vornehmen kann, allerdings naturgemäß nur relativ wenig tatsächlich ins Werk setzen kann. Früheren Ratspräsidentschaften unter der Ägide anderer EU-Länder erging es bekanntlich nicht anders.
Zu Anfang der EU-Ratspräsidentschaft unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stoßen zunächst einmal die bisherigen Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien als offizielle EU-Mitglieder zur Europäischen Gemeinschaft hinzu.

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Murat Kurnaz erkannte mutmaßlichen KSK-Schläger auf Foto

Von Claus Stille

Der in Bremen geborene türkischstämmige Murat Kurnaz, der als Terrorverdächtiger fast fünf Jahre ohne Anklage im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten worden war, kam im Herbst letzten Jahres endlich frei (Lesen sie dazu auch die Istanbul Post vom 17.10.2006).
Danach hatte der inzwischen 24-jährige junge Mann ausgesagt, im afghanischen Gefangenenlager Bagram - wo er nach seiner Festnahme durch die pakistanische Polizei und seinen Verkauf an die US-Amerikaner - eingesperrt gewesen war, von deutschen Soldaten (die offenbar dort für die US-Amerikaner Wache standen)  mißhandelt worden zu sein.

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Sowohl-als-auch-Fern-Seher

von Claus Stille

So manch Deutscher wird von seinen türkischstämmigen Nachbarn ein ganz bestimmtes Bild haben.
Nur liegt der deutsche Michel damit auch immer richtig?
Schließlich vergriff er sich bei anderen Völkerschaften auch schon desöfteren. Zumeist im Ton. Denn, wie wir beispielsweise wissen, ist das Wesen der Italiener allein mit den Begriffen "Mafiosi" oder "Spaghettifresser" bei weitem nicht beschrieben und abgedeckt.
Und jeder Pole - den Stammtischen zur Ernüchterung: ist, wie man's auch dreht und wendet bei Gott kein Autodieb oder Zigarrettenschmuggler...

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Kommt im Heute an!

Von Claus Stille

Nicht erst seit der durch die Mohammed-Karikaturen und die mißverständlichen Zitate des Papstes während seiner Regensburger Rede ausgelösten Irretationen und Empörungen bei den Muslimen wissen wir wie wichtig es ist, Funkenflug mancherorts tunlichst zu vermeiden, um explosive Gemische nicht bewußt in Brand zu setzen.
Dennoch geschieht es. Warum?
Aus Naivität vielleicht. Mag sein. Oder weil man es eigentlich gut gemeint hat. Doch wir wissen: Gut gemeint, ist oft schlecht getan.

Gut gemeint, wir wollen das einmal unterstellen, hat es auch die Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), als sie vor kurzem ähnlich wie eine SPD-Kollegin den muslimischen Frauen in Deutschland via Massenblatt Bild-Zeitung zurief: "Kommt im Heute an und legt das Kopftuch ab."

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Eklat in Dortmund: Richter entpflichtet türkischstämmige Schöffin wegen Kopftuchtragens

Von Claus Stille

Hat der Aufruf der grünen Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz, "Kommt im Heute an und legt das Kopftuch ab" (siehe dazu auch Istanbul Post vom 31.10.2006) etwa doch noch verspätet gezündet und beginnt nun erste - allerdings unerwartete -  Früchte zu tragen?
Womöglich. Der Haken dabei ist nur - wenn es sich denn tatsächlich so verhielte: Der Aufruf tat das ganz offenbar nicht - vermaledeit! - bei den angesprochenen kopftuchtragenden Frauen moslemischen Glaubens. Sondern, Sie werden sich wundern, liebe Leserin, lieber Leser, er fruchtete - vermutlich - ausgerechnet bei einem Dortmunder Richter!

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Gretchen-Frage "Muslimisches Kopftuch" beschäftigt bayerisches Verfassungsgericht

Von Claus Stille

Wir kennen diesen Effekt von Kindern. Manchmal, wenn sie etwas partout nicht hören wollen, halten sie sich ganz einfach die Ohren zu.
Aber mit den Jahren lernen die meisten Sprösslinge sich dann doch den Tatsachen zu stellen.
Kann man dies nun auch - abgestellt auf bestimmte Erscheinungen und bezogen auf eine ganze Gesellschaft  - z.B auf die deutsche -  sagen?
Man darf getrost seine Zweifel haben.

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Istanbuli Orhan Pamuk erster Literaturnobelpreisträger der Türkei

Von Claus Stille

Die Runde hatte sein Name vorher nicht gemacht. Ohnehin versteht man es bei der Schwedischen Akademie in Stockholm löblicherweise noch immer bis zum Schluss dicht zu halten.
So fiel denn selbst der von der Jury des Nobelpreiskomitees Auserkorene gewisserweise aus allen Wolken. Eigentlich kein großes Wunder für den Ort, an welchem er sich momentan aufhält: In New York. Der Stadt der Wolkenkratzer...
Der türkische Romancier Orhan Pamuk, Inhaber aller wichtigen Literaturpreise der Türkei und u.a. Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2005, war am vergangenen Donnerstag letzter Woche, wie er zugab, auch erst einmal geschockt.

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Im Spagat zwischen Orient und Okzident:       
Istanbul wird neben Essen und Pécs Kulturhauptstadt Europas 2010

Von Claus Stille

Nun ist es offiziell. Letzte Woche hat der Europäische Rat verkündet, dass Essen - die deutsche Stadt steht stellvertretend für das Ruhrgebiet - Kulturhauptstadt Europas 2010 sein wird.
Weitere Kulturhauptstädte neben Essen werden Pécs in Ungarn und die türkische Megametropole Istanbul sein.

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Ziemlich normale Köpfe unterm Tuch

Von Claus Stille

Der Bremer Professorin Yasemin Karakasoglu, schreibt die "Zeit", gilt es in ihrer inzwischen sieben Jahre zurückliegenden Doktorarbeit als harmlos. Erkenntnisse daraus fanden sich in einer Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht wieder.
Die Feministin, EMMA-Herausgeberin und Journalistin Alice Schwarzer sah das naturgemäß ganz anders.
Sie hält nämlich dieses "Stückchen Stoff" von dem in der Dissertation der Professorin die Rede ist, offenbar für brandgefährlich. Damit nicht genug: sie hält es gar für eine
"Flagge der islamistischen Kreuzzügler" und sieht es gar als ein Symbol der "Fanatiker, die den Rechtsstaat abschaffen, die Scharia einführen wollen" an.
Mit dem "Stückchen Stoff" ist nichts anderes als das von muslimischen Frauen getragene Kopftuch gemeint.

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Murat Kurnaz: Für 3000 Dollar in die US-Hölle verkauft

Von Claus Stille

Am Montag dieser Woche um 22.45 Ur trat erstmals der in Bremen lebende Türke Murat Kurnaz vor deutsche Fernsehkameras, um in der Sendung "Beckmann" der ARD in einem Interview mit dem Journalisten Reinhold Beckman über seine fast fünfjährige Inhaftierung im völkerrechtswidrigen US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba und der Vorgeschichte dazu Auskunft zu geben.
Die US-Behörden hatten Murat Kurnaz vor kanpp zwei Monaten den deutschen Behörden übergeben.

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Das Für und Wider bleibt vorerst

Von Claus Stille

Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Türkei dürfte in der Sache nichts geändert haben: einerseits betonte Frau Merkel, was ihre Einstellung zum EU-Beitritt der Türkei anbetrifft, abermals, dass sich die jetzige Bundesregierung an diesbezügliche frühere Abmachungen und Verträge zu halten gedenke; anderseits wurde die deutsche Regierungschefin aber auch nicht müde, darauf hinzuweisen, dass die Verhandlungen darüber natürlich "ergebnisoffen" geführt würden.
Die Betonung darauf stößt Willige auf beiden Seiten langsam sauer auf. Weil man da auch heraushören könnte, daß offenbar insgeheim an eine ernst gemeinte Aufnahme der Türkei in die EU im Grunde gar nicht gedacht ist.
Oder warum klang denn auch jetzt wieder das offenbar in diesem Zusammenhang unvermeidliche Konstrukt einer "Priviliegierten Partnerschaft" der EU mit der Türkei, die ja de facto bereits besteht, wieder durch?

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Türkei als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2008

Von Claus Stille

Es ist seit Jahren lobenswerter Usus auf der Frankfurter Buchmesse, dass dort jeweils eine Nation als Gastland in den Vordergrund gerückt wird.
Im Jahr 2006 - unmittelbar zur Zeit - ist es Indien.
Im folgenden Jahr wird sich Katalonien und seine Literaturszene auf der Buchmesse in Frankfurt am Main präsentieren.

Darauf folgend kommt die Türkische Republik erfreulicherweise zu der Ehre, Gastland  des Jahres 2008 zu sein.
Das wird in in jeder Hinsicht eine Herausforderung sein. Für die Türkei. Aber auch für die Messebesucher und Leserinnen und Leser in Deutschland.
Schließlich ist Türkische Literatur in Deutschland bei weitem nicht so bekannt wie die Literatur anderer Länder. Wenn nicht sogar für so manchen Deutschen - um nahe beim Thema zu bleiben - ein vollkommen unbeschriebenes Blatt.

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Nun ist er wieder in der Welt

Murat Kurnaz aus Guantanamo entlassen

Von Claus Stille

Murat Kurnaz und dessen Familie wird der vergangene Donnerstag bestimmt auf ewig im Gedächtnis bleiben.
Wir Außenstehende dürften allenfalls eine vage Ahnung davon haben, was sie im ersten Augenblick des Wiedersehens  wohl fühlten.
Ganz am Anfang mag sicher erst einmal das Gefühl großer Erleichterung gestanden haben.

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Auch ohne Abi auf die Uni

Final-College macht jungen Deutschtürken Studium in der Türkei möglich

Von Claus Stille

 

Töchter und Söhne deren Großeltern und Eltern einst aus dem Ausland nach Deutschland eingewandert sind, haben es schwer im dortigen Bildungssystem. Nicht nur, dass sie auf Grund des Migrationshintergrundes und der damit verbundenen manigfaltigen Probleme oft genug schon von vornherein gegenüber ihren deutschen Altersgenossen benachteiligt ins Schulleben starten - sie verlassen die Schule dann später meistenteils auch mit sehr schlechten Abschlüssen bzw. ganz ohne Abschlußzeugnis.
So nimmt es einen letztlich dann auch nicht wunder, dass man in Deutschland Einwandererkinder mit erlangter Hochschulreife beinahe wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen suchen muss.
Diese Tatsache trifft ebenfalls auf viele türkischstämmige Kinder und Jugendliche zu.
Demzufolge entsprechend gering ist dann natürlich auch der Anteil von Mitgliedern aus dieser Bevölkerungsgruppe unter den Studierenden an deutschen Universitäten.

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Segelunfall brachte Millionär zum Umdenken

Erman Tanyildiz aus Istanbul gründete die OTA - Privat-Hochschule für Migranten in Deutschland
                                                              

Von Claus Stille

Das deutsche Bildungssystem gilt Kritikern in vielerlei Hinsicht als vorgestrig. Die für Deutschland äußerst bescheiden ausgefallenen PISA - Studien scheinen das schwarz auf weiß zu beweisen.
Ihm mangelt es mindestens an Effizienz. Im Vergleich mit den Schulsystemen anderer Länder - beispielsweise dem Finnischen - treten aber weitaus mehr Schwachstellen offen zutage.

Die Grand Dame der deutschen Politik, Hildegard Hamm - Brücher, übte schon vor Jahrzehnten - als Bundesbildungsministerin - Kritik am System der deutschen Bildung und mahnte Veränderungen an.
Durchsetzen konnte sie sich gegen die Verteidiger der verkrusteten Strukturen allerdings leider nicht.

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Von KANAL AVRUPA ins Parlament nach Ankara?

Kaputte Kamera und die Begegnung mit Ignaz Bubis veränderten das Leben des Gymnasiasten Seran Sargur

Von Claus Stille

Es gibt Leute die bezweifeln, dass es Zufälle gibt. Andere wiederum sind sich diesbezüglich ganz sicher.
Wie dem auch sei: Fakt ist, ein jeder von uns hat so etwas bestimmt schon einmal auf die eine oder andere Art selbst erfahren: es geschehen uns auf dem Weg durchs  Leben bisweilen an bestimmten Punkten unverhofft außergewöhnliche Dinge. Beispielsweise die Begegnung mit einem anderen interessanten Menschen, zu einem einschneidendem Ereignis wird.
Dessen Wirkung so stark sein kann, dass wir hernach sogar auf eine völlig andere Lebensbahn, die von der bisher zurückgelegten abweicht, geraten können.

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Wenn das Schule machte...                                                             

Von Claus Stille

Das anfängliche Erstaunen unter den deutschen Mitgliedern eines Frechener Lehrerkollegiums schlug nach kurzem Stillschweigen in Erschrecken um.

Wie lange lebte man eigentlich schon mit türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in einem Land, in einer Stadt, zusammen, wohnte gar mit ihnen als Nachbarn Tür an Tür, hatte türkische Kolleginnen und Kollegen, oder kaufte in ihren Geschäften ein, bzw.  holte sich ab und an etwas zu essen vom "Türken" an der Ecke?

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Nicht nur ein Cop für alle Fälle
Murat Topal: Türke, Polizist, Comedien

Von Claus Stille
(Foto: I. Marcus)

Bevor die FIFA mit ihrer Fußball - Weltmeisterschaft das Zepter in Deutschland übernahm, inspirierten Negativereignisse aus der jüngsten Vergangenheit die Medien und Politiker dazu, das Thema "Integration von Migranten" wieder einmal aufs Tapet zu heben.
Nun aber ist erst einmal wieder Schluß damit. Denn jetzt regiert König Fußball Deutschland. Da soll "Die Welt zu Gast bei Freunden" sein. So das Motto der Weltmeisterschaft, wo es darum geht, daß das Runde ins Eckige muß.

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Schlüssel zur besseren Integration
Türkeistämmige Mandatsträger gründeten parteiübergreifendes Netzwerk

Von Claus Stille

Menschen türkischer Abstammung stellen die mit Abstand größte Einwanderergruppe in Deutschland dar.
Erfreulicherweise bildet sich inzwischen diese Tatsache auch immer öfter in Form von per Wählerstimmen an Abgeordnete jener Gruppe von Migranten vergebenen Mandaten, welche diese dann in Volksvertretungen, wie den Kommunal-, und Landesparlamenten, dem Bundestag, und darüber hinaus im Europäischen Parlament wahrnehmen .
Die von ihren Wählerinnen und Wählern dorthin entsandten Politikerinnen und Politiker decken längst das gesamte Farbspektrum der in
deutschen Parlamenten vortretenen demokratischen politischen Parteien ab, welches von CDU/CSU über SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bis hin zur Linkspartei.PDS - also von schwarz bis tiefrot - reicht.

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Die Hochzeit als Programm
Dügün TV erhielt Lizenz zum Senden

Von Claus Stille


Die Zeiten, da wir zu Hause via Antenne ausschließlich zwei, höchstens aber, drei Fernsehkanäle empfangen konnten, sind lange perdu.
Auch den berühmten Sendeschluß gibt es längst nicht mehr. Wir erkannten ihn daran, dass uns, wenn wir irgendwann nach 24 Uhr oder auch früher aus einem mehr oder weniger tiefen "Fernsehschlaf" hochfuhren, ein monotones Rauschen weckte. Wenn wir uns dann die müden Augen rieben, fanden wir statt eines TV-Programms nur noch wild waberndernden Gries auf der Mattscheibe vor. Und konnten uns beruhigt ins Bett legen.
Ich persönlich empfinde diese nun schon ferne Fernsehwelt von damals - verglichen mit der Gegenwärtigen - im nachhinein als die Bessere. Nun ja: Schwamm drüber...

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Türkisch-Deutscher Wirtschaftskongress fand in Berlin statt
Sahin: Handelsvolumen von über 100 Milliarden Euro binnen zehn Jahren ist möglich

Von Claus Stille


Am Freitag und Sonnabend vergangener Woche fand der Türkisch-Deutsche Wirtschaftskongress in Berlin statt.
Mehr als 1400 Teilnehmer diskutierten dort über Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei zu vertiefen, gemeinsame Projekte aufzubauen und den Handel auszuweiten.
Eine Aufwertung erfuhr der Kongress durch die Auftritte von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

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Einfach göttlich
Als Bulgare im Türkischen Hamam

Von Claus Stille

Neulich stellte mir ein Kollge folgende Frage: "Warst du eigentlich schon einmal im Hamam?"
Ich überlegte...

Bei 39 Grad Juli-Hitze auf einem Balkon eines Neungeschossers in Izmir zu liegen ist kein Zuckerschlecken. Selbst dann nicht, wenn dieses Hochhaus nicht inmitten des Verkehrsmiefs im Zentrum steht, sondern weit draußen im Stadtteil Karsiyaka-Örnekköy.
Gegenüber steht das halbfertige Betonskelett eines Gebäudes, welches einmal als Altersheim geplant, aber nicht zu Ende gebaut worden war. Weiter hinten folgen dann noch ein paar zwei- bzw. dreistöckige Häuser.

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Ein schleichendes Gift
Fremdenfeindliche Taten in Belgien und Deutschland

Von Claus Stille


Die Mitglieder der türkische Gemeinschaft Antwerpens ist verunsichert. Können Sie sich noch auf die Straße wagen? Die Angst sitzt ihnen im Nacken.
Auch andere Menschen, denen man irgendwie - sei es an Haaren oder Hautfarbe - ansieht, dass sie fremder Abstammung sind, haben in diesen Tagen ein ungutes Gefühl.
Was war geschehen?

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Geerdeter Multiplikator
Sänger und Texter Muhabbet kreierte neuen Musikstil "R'nBesk"

Von Claus Stille


Für einen 21-jährigen besitzt Muhabbet eine beachtliche Portion Selbstbewußtsein. Was er beispielsweise in Interviews sagt, hat Hand und Fuß.
Man spürt: der junge Deutsch-Türke hat Köpfchen und trotz seiner inzwischen erlangten Popularität nie an Bodenhaftung verloren.

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Murat Kurnaz und die "graue Effizienz"
Bremer Türke noch immer nicht aus Lager Guantanamo entlassen

Von Claus Stille

In der allgemeinen Hysterie in Folge der schrecklichen 9/11-Terroranschläge des Jahres 2001 in den USA drückten ihm die Medien ohne mit der Wimper zu zucken den Stempel "Bremer Taliban" auf.
Selbiger pappt ihm noch heute an. Obwohl inzwischen als erwiesen gilt, dass Murat Kurnaz nichts mit den Taliban zutun hatte; und vor seiner Festnahme 2001 in Pakistan weder Verbrechen gegen die Supermacht USA plante bzw. in die Tat umsetzte.

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Ankara und Düsseldorf für mehr Integration
NRW-Integrationsminister Laschet sprach mit türkischen Ministern

Von Claus Stille


In Nordrhein-Westfalen leben an die 590 000 Türken. Hinzu kommen noch einmal etwa 220 000 inzwischen eingebürgerte Türken mit deutschem Pass.
Die nordrhein-westfälische Regierungskoalition aus CDU und FDP scheint dieser Tatsache Rechnung tragen zu wollen.
Offenbar ist man in der Landeshauptstatdt Düsseldorf bereit, dieser Bevölkerungsgruppe mehr Augenmerk zu schenken.
Der Besuch des nordrhein-westfälischen Integrationsministers Armin Laschet (CDU) dieser Tage in Ankara läßt dies jedenfalls vermuten.

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Wenn "Ehre" die Ehre zerstört
Mörder von Hatun Sürücü in Berlin zu 9 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt

Von Claus Stille

Die Deutschtürkin Hatun Sürücü war gerade einmal dreiundzwanzig Jahre jung, als ihr am 7. Februar des Jahres 2005 von ihrem Mörder auf offener Straße in Berlin das Lebenslicht ausgelöscht wurde.

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Unter der Maske: das fremdbestimmte, in falschen Traditionen gefangene Wesen

Ahmet Topraks Buch Das schwache Geschlecht - die türkischen Männer


Von Claus Stille

Vielen Deutschen ist der so genannte Ehrenmord an Hatun Sürücü in Berlin noch gut in Erinnerung. Die junge Türkin wollte nach der Scheidung ein selbstbestimmtes Leben führen.
Sie legte das Kopftuch ab und kleidete sich wie andere deutsche Mädchen in ihrem Alter. Hatun war beliebt und hatte gute Chancen eine Ausbildung im Elektrohandwerk abzuschließen.
Das Mädchen wurde auf offener Straße erschossen. Offenbar musste sie sterben, weil sie durch ihre neue Lebensform aus Sicht der Familie deren Ehre beschmutzt hatte.
Sie hinterließ einen kleinen Sohn.
Im Verdacht des Mordes stehen die Brüder der jungen Frau.

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Stoiber, Beckstein: Übernehmen Sie!
Rambo-Film "Kurtlar Vadisi - Irak" erregt weiter deutsche Gemüter
Vorsicht: Kommt demnächst auf Deutsch!

Von Claus Stille

Im Karneval geht es bekanntlich hoch her. Pappnasen und Konfetti haben Konjunktur. Und berauschende Getränke tun das übrige. Soll ja auch sein. Einmal im Jahr aus sich herausgehen. Für Tage, Stunden jemand anderes sein. Den schnöden Alltag vergessen. Wem kann man's verdenken?
Aber eines galt eigentlich von alters her schon immer: Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

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Hüzün, die Istanbuler Melancholie
Orhan Pamuk hielt "Berliner Lektion"

Von Claus Stille

Ob erzreaktionäre türkische Rechte am Sonntag, dem 5. Februar 2006 in der Hoffnung ihre Lauscher gen Berlin richteten, um aus Orhan Pamuks Munde endlich einmal wieder Justitiables, aufzufangen, ist nicht bekannt.
Dass Teile der im Berliner Renaissance-Theater anwesenden deutschen Presse sich von Orhan Pamuks "Berliner Lektion" allerdings durchaus politische Knalleffekte erhofften, davon darf hingegen ausgegangen werden.
Erstere wie letztere dürften enttäuscht worden sein. Wer allerdings etwas mehr über Pamuks Istanbul, seine Menschen und die Gefühle des Schriftstellers, welche diese wundervoll-gräßliche hochgradig Geschichts- und geschichtsbeladene Metropole in ihm von der Kindheit an bis heute in ihm weckten und wecken, ging an diesem Sonntag mit Sicherheit mit hohem Gewinn nach Hause.

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Was Mozart mit dem EU-Beitrittswunsch der Türkei zutun hat

Von Claus Stille

Mozart ist dieses Jahr in aller Munde. Und seine Musik wird in vieler Ohren sein. Am 27. Januar dieses Jahres gedachten Musikfreunde seines zweihundertfünfigsten Geburtstages. Das Mozart-Jahr ist angebrochen. In seiner Geburtsstadt Salzburg legen sich die Theaterleute sogar ganz besonders ins Zeug: alle 22 Mozart-Opern schickt man sich 2006 an, dort aufzuführen.

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Gesinnungsgeschnüffel darf nicht durchgehen

Türkische Gemeinde Deutschland geht gegen anrüchigen Fragenkatalog zur Einbürgerung in Baden-Würrtemberg an

Von Claus Stille


Ein Jahresanfang bringt zumeist die unterschiedlichsten Änderungen für uns und unser Leben mit sich. Diese Änderungen sind selten deckungsgleich mit unseren vielleicht in der Silvesternacht geäußerten Wünschen fürs Neue Jahr. Das lehrt uns jedenfalls gelebte Erfahrung von Jahr zu Jahr immer wieder aufs Neue.

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Dikkat! Niederbayrischer Türke will Land seiner Vorfahren kabarettistisch heimsuchen

Von Claus Stille

Das niederbayrische Idiom hatte von Geburt an genug Gelegenheit und Zeit sich tief in seine Hirnwindungen einzuschleifen. So nimmt es einen denn auch nicht wunder, dass es ihm denn heutzutage so locker, leicht und flockig über die Lippen geht. Aber mit der Muttermilch hat er's genaugenommen nicht aufgesogen. Jedenfalls nicht direkt. Höchstens im übertragenenen Sinne. Was wieder einmal mehr beweist, wie die stark die Umwelt den Menschen zu prägen imstande ist.
Sei wie es sei. Der Mann geht jedenfalls glatt als waschechter Niederbayer durch. Das steht fest wie das Amen in der Kirche. Denn er fühlt sich nicht nur als Bayer. Sondern ist sozusagen auch tatsächlich Bayer. Und zwar kurz und bündig per Geburt.
Nur Vor- und Zuname scheint auf den ersten Blick nicht so richtig in die Landschaft des weißblauen Freistaats im Süden Deutschlands passen.

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Der verlorene Sohn aus Bremen

Rabiye und Metin Kurnaz bangen seit 2002 um ihren auf Guantanamo inhaftierten Murat

Von Claus Stille

Im Augenblick quillt ziemlich viel Schmutz ans Tageslicht. Dreck, der immer schon irgendwie da war. Den aber niemand sah. Oder sehen wollte. Die Vereinigten Staaten von Amerika vertreten - sagen wir einmal: ihre Interessen. Vehement. Und die sind bekanntlich meistens wirtschaflicher Natur. Mal wird - um Tatsachen zu ändern - mit viel Geld gearbeitet. Ein andermal mit Krieg. Wie einst in Vietnam. Unter Vater Bush Anfang der neunziger Jahre im Irak. Und jetzt abermals dort. Nun unter Sohn Bush.

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Wetten, dass Gülcan Gottschalk folgt?

Von Claus Stille

Sie ist jung, hübsch und sexy. Wie viele Mädchen in ihrem Alter. Das allein ist freilich noch nichts Besonderes. Heutzutage gelten derartige Voraussetzungen noch nicht einmal als Garantie in Deutschland, eine vernünftige Lehrstelle zu finden.
Selbst dann nicht, wenn man darüber hinaus auch noch beim PISA -Test gut abschneiden würde, weil man im Oberstübchen mächtig auf Draht ist. Was nebenbei bemerkt durchaus nicht schaden kann. Und eigentlich in der Priorität vor den eingangs genannten Attributen rangieren sollte.

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Zur Verleihung des "Friedenspreises des deutschen Buchhandels" an den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk

Einer, der tausend und ein Faden in der Hand halten kann

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MELEZ - "Mischling" unterm Ruhr-Pottdeckel

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Mehr als Kopftuch und Döner

Robert Bosch Stiftung hilft Türkische Literatur bekannter machen

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Bleibt schizophrener und schicksalhafter Hieb der Geschichte aus?

Antike Badeanlage Allianoi bei Bergama könnte 17 m tief unter Wasser verschwinden

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ALATURKA - Keyif á la Cesme

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Musikalische Brücke als Liebeserklärung an Istanbul

"Gegen-die-Wand"-Regisseur Fatih Akin mit neuem Film in Cannes

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Dass, das Osmanische hinter den Köpfen verschwinde

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Auch wenn es DIE so nicht gibt,
es bleibt dabei: DAS (Zwangsheirat, Prügel und Ehrenmord ) ist schlecht

Necla Kelek kämpft für unterdrückte Frauen und eckt damit gehörig an

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Bröckelnde Fassade des Schweigens als Chance für die Zukunft begreifen

Ein altes und ein neues Buch und die Ereignisse von 1915

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