Jahrgang 2 Nr. 30 vom 2.08.2004
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Staatliches Statistikinsitut, 1.08.04) Außenhandelsindex und Außenhandelsstatistik für Juni bekanntgegeben. Die zweistelligen Wachstumsraten des türkischen Außenhandels halten ungebrochen an. Für Juni ermittelte das Staatliche Statistikinstitut (DIE) beim Mengenindex einen Zuwachs der Exporte um 19 % und einen der Importe um 32,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Beim Preisindex lag der Zuwachs beim Export bei 15,5 % und bei 9,3 % beim Import. Die mehrmonatige Betrachtung zeigt seit März sowohl bei Importen als auch Export ein deutlich höheres Niveau gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
    Zugleich gab das DIE auch die Außenhandelsstatistik für Juni bekannt. Demnach erreichte der türkische Export einen Umsatz von 5,050 Mrd. $, der Import einen von 8,446 Mrd. $. Während der Export um 33 % gegenüber dem Vorjahresmonat stieg, lag der Anstieg des Imports bei 47,5 %. Das Außenhandelsdefizit stieg um 75,8 % auf 3,395 Mrd. $. Insgesamt erreicht das Außenhandelsdefizit im ersten Halbjahr eine Höhe von 16,884 Mrd. $, was einem Anstieg von 84 % entspricht. Bei den Importen zeigt die Statistik, dass der Anstieg auf industrielle Vor- und Zwischenprodukte zurückgeht (67 %), während der Import von Konsumgütern moderat stieg (14 %).
  • (Radikal, 31.07.04) Telekom verlängert Frist für Tarifentscheidung. Telekom-Kunden können noch bis zum 24. August zwischen den fünf vorgelegten Tarifpaketen wählen. Wer keine Entscheidung trifft, erhält seine August-Telefonrechnung automatisch gemäß des "Standard-Paketes".
  • (Dünya, 31.07.04) Investitionen gehen zurück. Der Statistik des Schatzamtes zufolge lagen die Anträge auf Förderung von Investitionen im ersten Halbjahr 2004 um fast 40 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Industriekammer der Ägäis-Region merkt in einer schriftlichen Erklärung zu ihrer "Wirtschaftsbarometer"-Umfrage an, dass zum einen nach wie vor nicht das nötige Vertrauensklima geschaffen wurde und zum anderen es den Unternehmern am nötigen Kapital für Neuinvestitionen fehle.
  • (Birgün, 31.07.04) Bittere Pillen vom IMF. Nach Abschluß der 7. Inspektion des Internationalen Währungsfonds und der Freigabe der neuen Kreditrate in Höhe von 661 Mio. $, wurden sowohl die Absichtserklärung der türkischen Regierung als auch der Bericht des Fonds veröffentlicht. In dem Bericht wird von einer erneuten Erhöhung des Mindestlohnes abgeraten und außerdem gefordert, zur Finanzierung des Defizites der Sozialversicherung auch Rentenzahlungen in die Besteuerung aufzunehmen. Außerdem wird in dem Bericht gewarnt, dass die Finanzierung des steigenden Konsums zu Lasten von Investitionen langfristiges Wachstum gefährdet.
  • (Dünya, 30.07.04) Änderungen bei der Zollunion. Nach Forderungen der Industrie wurden die Tarif einzelner Vor- und Halbfertigprodukte im Rahmen der Zollunion zwischen Türkei und EU geändert und im Staatsanzeiger vom 29. Juli 2004 veröffentlicht.
  • (Milliyet, 29.07.04) Hungergrenze bei 479 Mio. TL. Nach Ermittlungen des Gewerkschaftsbundes Türk Is benötigt eine vierköpfige Familie für eine ausreichende und ausgewogene Ernährung monatlich 479 Mio. TL. Die Armutsgrenze wurde mit 1,457 Mrd. TL ermittelt.
  • (Dünya, 29.07.04) Schnell wachsende Industriebetriebe. Die Auswertung der Industriekammer Istanbul (ISO) zu den 500 größten Industriebetrieben der Türkei zeigt Verkaufssteigerungen um bis zum Dreifachen von 2002 auf 2003. Demnach erzielte das größte Wachstum Türk Traktör mit einem Zuwachs von 317,47 %. Ford Otomotiv steigerte den Absatz um 180,12 % von 865 Trill. TL in 2002 auf 2,425 Quatrilionen TL in 2003. Als wichtigste Wachstumsfaktoren gelten dabei Export sowie Forschung&Entwicklung.
  • (Aksam, 27.07.04) 9 Quatrillionen Zuschuß zu den Sozialversicherungen im ersten Halbjahr. Aus dem Haushalt wurden im ersten Halbjahr 4,3 Quatrillionen TL an die Rentenversicherung (Emekli Sandigi), 2,5 Quatrillionen TL an die Sozialversicherung der Selbständigen und Landwirte (Bag Kur) und 2,4 Quatrillionen TL an die allgemeine Sozialversicherung gezahlt.

weitere Kurzmeldungen

Außenhandelsindex und Außenhandelsstatistik für Juni bekanntgegeben


Telekom verlängert Frist für Tarifentscheidung


Investitionen gehen zurück


Bittere Pillen vom IMF


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Hungergrenze bei 479 Mio. TL


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9 Quatrillionen Zuschuß zu den Sozialversicherungen im ersten Halbjahr

 

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