Jahrgang 2 Nr. 31 vom 23.08.2004
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Milliyet, 22.08.04) Verbraucherschutzklauseln im Entwurf zum Bankengesetz. Nachdem die unabhängige Bankenaufsicht (BDDK) ihren Gesetzentwurf zur Reform des Bankengesetzes vorgestellt hat, beginnen die Bewertungen. Nachdem die umstrittene Bestimmung, dass Inhaber von Medieneinrichtungen nicht Bankenbesitzer sein dürfen, nicht in den Entwurf aufgenomjmen wurde, stellt die Milliyet den Verbraucherschutzaspekt in den Vordergrund. Das Gesetz bestimmt, dass Verträge mit Kunden nicht einseitig zu deren Lasten sein dürfen und in verständlicher Sprache abgefaßt werden müssen. Neben der Einrichtung einer Schiedsstelle ist außerdem vorgesehen, der Bankenaufsicht das Recht zu geben, irreführende Bankenreklame zu untersagen.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 20.08.04) Auch im Juli hohe Kapazitätsauslastung. Die monatliche Umfrage des staatlichen Statistikinstitutes ergab auch für den Juli mit 84,1 % wieder einen äußerst hohen Auslastungsgrad des produzierenden Gewerbes. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich bei einzelnen Produktionsfaktoren eine Verschiebung. Während die Klage über mangelnde Binnennachfrage zurückgeht, nimmt das Gewicht mangelnder Auslandsnachfrage zu. Zugleich liegen die Erwartungen zur Steigerung von Absatz- und Rohmaterialpreisen höher als im Vorjahr.
    Bezogen auf die Automobilindustrie meldet die Milliyet am 20.08. mit Berufung auf den Verein der Automobilindustrie, dass mit einer Kapazitätsauslastung von 22 % neue Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Mrd. Dollar auf der Tagesordnung stünden.
  • (Milliyet, 19.08.04) Frauen verdienen weniger. Eine Analyse der Gehaltsstatistik der Pflichtsozialversicherung SSK zeigt, dass die Gehälter in staatlichen Betrieben rund doppelt so hoch liegen wie in der Privatwirtschaft. Außerdem erreicht das durchschnittliche Gehalt von Frauen nur 90 % von dem der Männer.
  • (Dünya, 19.08.04) Hugh Bredenkamp tritt Amt als IMF-Türkei-Vertreter an. Bredenkamp trat an die Stelle von Odd Per Brekk und ist als Experte für Wechselkurssysteme bekannt. Innerhalb des IMF war er Abteilungsleiter für Armutsbekämpfung und Wachstumsförderung und war stellvertretender Leiter des Afrika-Ressorts, wo er die Zuständigkeit für Ghana innehatte.
  • (Dünya, 13.08.04) Die 10 größten Exportunternehmen. Die Vereinigung türkischer Exporteuere (TIM) veröffentlichte ihren Bericht über den Exporthandel im Jahr 2003. Demnach war GISAD Dis Ticaret mit mehr als 1,5 Mrd. Dollar der größte Exporteur der Türkei, gefolgt von Vestel (1,1 Mrd. $), Oyak-Renault (1 Mrd. $) und Ford (0,8 Mrd. $). Bei der Verteilung der Firmen auf die Provinzen liegt nach wie vor Istanbul vorn, gefolgt von Izmir und Bursa. Das Exportaufkommen der 500 größten Firmen erreichte 32 Mrd. $, die folgenden 500 Firmen erreichten zusammen eines von 4 Mrd. $. Unter den 500 größten Exportfirmen befinden sich nur 6 Staatsbetriebe.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 8.08.04) Starker Anstieg der Industrieproduktion. Mit einem Indexwert von 127,1 (1997 = 100) erreicht das produzierende Gewerbe das höchste Produktionsniveau der vergangenen Jahre. Besonders hohe Zuwächse erzielten dabei die Sektoren "Büromaschinen/Computer" und Transportfahrzeuge. Rückgänge waren nur in drei Sparten zu verzeichnen: "sonstige Fahrzeuge", "Tabakwaren" und "Textilien".
  • (Dünya, 7.08.04) Regionale Arbeitslosigkeitsdaten angekündigt. Zum Jahresende wird das Staatliche Statistikinstitut quartalsweise regionale Arbeitsmarktdaten veröffentlichen. Außerdem sind ab dem kommenden Jahr auch Änderungen beim Inflationsindex durch eine Aktualisierung des zugrundeliegenden Warenkorbes sowie ein neues Verfahren zur Bestimmung der Kerninflation vorgesehen.
  • (Dünya, 5.08.04) Wachsende Zahlungsschwierigkeiten. Im Juni erreichte die Zahl der ungedeckten Schecks 44.625 mit einem Gesamtwert von 118,438 Trillionen TL. Dies entspricht einem Anstieg um 87 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der ungedeckten Schecks um 70,7 %, ihr Wert um 25,2 %.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 3.08.04) Rückgang der Großhandelspreise. Für den Juli ergab sich ein Anstieg von 0,22 % der Verbraucherpreise und ein Rückgang von 1,52 % der Großhandelspreise. Damit gingen beide Preisindexe im Jahreszeitraum auf unter 10 Prozent zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Verbraucherpreisanstieg bei 9,52 %, der des Großhandels bei 9,44 %. Der Pre isanstieg im privaten produzierenden Gewerbe lag bei 0,3 %.
  • (Zentralbank) Devisenpreise auf Preisniveau des Jahresanfanges. Der von der türkischen Zentralbank anhand eines Devisenwarenkorbes und auf der Grundlage des Verbraucherpreis- und Großhandelspreisanstiegs ermittelte Devisenindex lag im Juli mit 140,3 Punkten (Verbraucherpreise) und 128,9 Punkten (Großhandelspreise) ungefähr auf dem Niveau zum Jahreswechsel. Während die Devisenpreisentwicklung im Mai und Juni - berechnet auf der Grundlage der Verbraucherpreise - deutlich zurückgegangen war, lag der Anstieg von Juni auf Juli bei 2,8 Punkten.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 21.07.04) Rekordauslastung des produzierenden Gewerbes im Juni. Die Umfrage im produzierenden Gewerbe zur Kapazitätsauslastung ergab für Juni einen Wert von 84,5 %. Zugleich lag die Erwartung einer weiteren Produktionssteigerung im Juni und Juli deutlich unter den Werten der Befragung des Vorjahresmonats. Die Verkaufserwartungen auf dem Binnenmarkt lagen für Juni um 10,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat, für Juli um 11,8 Prozentpunkte darunter. Die Preissteigerungserwartungen bei Rohstoffen und Verkauf lagen deutlich höher als im Vorjahreszeitraum.

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