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- (Dünya, 13.12.04) Steigende Steuern und Gebühren.
Einem Gesetzentwurf zufolge soll die Finanzkraft der Gemeinden und Provinzverwaltungen
durch neue Steuern und höhere Gebühren gestärkt werden.
Der Entwurf sieht vor, für diejenigen, die innerhalb der Grenzen
von Kommunen wohnen, eine Steuer auf den Strom- und Gasverbrauch, Telekommunikation,
Feuerversicherungen sowie Beherbergung zu erheben und die vorhandenen
kommunalen Steuern und Gebühren zu erhöhen. Hintergrund des
Gesetzes ist die prekäre Finanzsituation vieler türkischer
Kommunen. Zudem sieht die von der Regierung eingeleitete Staatsreform
vor, dass die Kommunen und Provinzverwaltungen deutlich mehr Aufgaben
übernehmen als bisher.
- (Dünya, 13.12.04) Armutsgrenze bei 1,746 Mrd. TL.
Einer Untersuchung der Gewerkschaft Türk Kamu Sen zufolge betragen
die reinen Ernährungsausgaben einer vierköpfigen Familie 399
Mio. TL. Die Armutsgrenze wurde mit 1,746 Mrd. TL ermittelt.
- (Radikal, 11.12.04) Wirtschaftswachstum blieb im dritten Quartal
hinter Erwartungen zurück. Nach einem Anstieg
des Bruttosozialproduktes im ersten Quartal um 12,4 % und im zweiten
um 14,4 % lag das Wachstum im dritten Quartal mit 4,7 % bei rund der
Hälfte des Erwarteten. Für die ersten drei Quartal zusammen
ergibt sich ein Wachstum von 9,7 % für dieses Jahr. Für das
langsamere Wachstum werden vor allem die Landwirtschaft, nachlassende
Konsumausgaben sowie ein langsameres Wachstum der Industrie angegeben.
War bisher von einem Anstieg des Bruttosozialproduktes von 10 % für
das Jahr 2004 ausgegangen worden, wird es nun voraussichtlich zwischen
8 und 9 Prozent liegen.
- (Radikal, 11.12.04) Gesetzentwurf für eine einheitliche Rentenversicherung
vorgelegt. Dem Entwurf zufolge sollen die Rentenversicherung
der Arbeiter und Angestellte, die der Bauern und Freiberufler sowie
die Pensionskasse der Beamten unter einem Dach vereinigt werden. Zur
Finanzierung der Rentenversicherung sollen Arbeitgeber 11 % des Bruttolohns,
Beschäftigte 9 % und der Staat 5 % hinzusteuern. Eine Amnestie
von Beitragsschulden der Arbeitgeber ist nicht vorgesehen. Jedoch ist
vorgesehen, Schiedsstellen einzurichten, die mit Arbeitgebern, die fünf
Jahre hindurch pünklich ihre Beschäftigten gemeldet und die
Beiträge bezahlt haben, im Falle von Beitragsrückständen
Ratenzahlungen aushandeln können.
- (Staatliches Statistikinstitut, 9.12.04) Jeder zweite Beschäftigte
arbeitet schwarz. Gemäß der Auswertung
der Haushaltsbefragung zur Erwerbstätigkeit des Staatlichen Statistikinstitutes
lag im dritten Quartal 2004 die Erwerbstätigkeitsquote bei 50,6
%, die Beschäftigungsquote bei 50,8 % und die Arbeitslosigkeitsquote
bei 9,5 %. Der Anteil der Beschäftigten ohne Sozialversicherung
stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um einen Prozentpunkt auf
55,4 % an. Während tageweise Beschäftigte und unbezahlte Familienangehörige
auf einen Anteil von über 90 % ohne Versicherung aufweisen, sind
es bei den Selbständigen mehr als zwei Drittel.
- (Radikal, 9.12.04) Wachstum des verarbeitenden Gewerbes auf 1,5
% zurückgegangen. Mit dieser Anstiegsrate beläuft
sich das Produktionswachstum der ersten zehn Monate 2004 auf 10,5 %.
Während die Produktion des Bergbaus um 7 % stieg, blieb der Anstieg
bei der Industrie bei 0,7 % und bei Gas, Wasser,Strom bei 4,7 %.
- (Dünya, 7.12.04) Bankensektor um 18 % gewachsen.
Mit der Vorlage der Bilanzen für das dritte Quartal konnte das
türkische Bankenwesen sowohl hinsichtlich der Aktiva als auch des
Netto-Gewinns Fortschritte melden. Den Daten zufolge bleibt die staatliche
Ziraat Bank die größte Geschäftsbank des Landes. Die
Akbank fällt durch einen an den Aktiva gemessen überdurchschnittlichen
Gewinn auf und liegt auf Platz drei.
- (Dünya, 7.12.04) Belebung im Bausektor.
Daten des Staatlichen Statistikinstitutes zufolge stieg die Zahl und
der Wert erteilter Baugenehmigungen von Januar bis September stark an.
Der Zuwachs beträgt mengenmäßig 43,3 %, wertmäßig
64,7 %. Bei der Erteilung der Bezugsgenehmigungen wurde zahlenmäßig
ein Rückgang um 0,6 %, wertmäßig ein Anstieg um 12,7
% verzeichnet.
- (Dünya, 6.12.04) Verkehrssicherheitsprüfung vor der Privatisierung.
Auf großes Interesse stieß die Ausschreibung des staatlichen
Verkehrssicherheitsdienstes im In- und Ausland. Bisher wird an 672 Punkten
im ganzen Land eine Tauglichkeitsprüfung für Kraftfahrzeuge
vorgenommen - jedoch bisher ohne Einsatz technischer Meßinstrumente,
so dass die Prüfung im europäischen Ausland nicht anerkannt
wird. Die Privatisierung erfolgt in zwei Zonen - der Nord- und der Süd-Türkei.
Von den Firmen, die diese Aufgabe übernehmen, wird erwartet, dass
sie Investitionen in einer Größenordnung von etwa 100 Mio.
Dollar vornehmen und 1.500 Personen beschäftigen. Die eigentliche
Zuständigkeit für die Verkehrsaufsicht verbleibt beim Verkehrsministerium
- die Lizenznehmer erhalten eine Akredidation. Mit dem Abschluß
des Verfahrens wird Anfang kommenden Jahres gerechnet.
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Steigende Steuern und Gebühren
Armutsgrenze bei 1,746 Mrd. TL
Wirtschaftswachstum blieb im dritten Quartal
hinter Erwartungen zurück
Gesetzentwurf für eine einheitliche
Rentenversicherung vorgelegt
Jeder zweite Beschäftigte arbeitet
schwarz
Wachstum des verarbeitenden Gewerbes auf
1,5 % zurückgegangen
Bankensektor um 18 % gewachsen.
Belebung im Bausektor
Verkehrssicherheitsprüfung vor der
Privatisierung
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