Jahrgang 2 Nr. 46 vom 20.12.2004
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Zentralbank, 20.12.04) Zentralbank senkt Kurzfristzinssatz auf 18 %. Ausgehend von der EU-Entscheidung zur Aufnahme der Beitrittsverhandlungen sowie dem Abschluß der Vorbereitungen für ein neues Standby Abkommens mit dem IMF hat die türkische Zentralbank eine Zinssetzung um 2 Prozentpunkte auf 18 % für over night Anlagen vorgenommen.
  • (Milliyet, 20.12.04) Verstärkte ausländische Investitionen wohl erst ab 2007. Die Direktorin der Deutschen Bank für die Türkei Dilek Yardim geht davon aus, dass die Entscheidung für die Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen zwar zu einer Zunahme des ausländischen Interesses führen werde, jedoch wirkliche Veränderungen wohl erst ab 2007 sichtbar werden. Im Hinblick auf das türkische Bankenwesen verfolge die Deutsche Bank die Entwicklungen mit Interesse, insbesondere im Hinblick auf Personal und Elektronisierung gäbe es keine Rückstände gegenüber den der EU neu beigetretenen Ländern - Aufgaben bestünden vor allem aber im Risiko-Management, der operationellen Produktivität sowie der allgemeinen Management-Strategie.
  • (Milliyet, 18.12.04) Landwirtschaftsanteil am Bruttosozialprodukt wird auf 1 % zurückgehen. Einer Strategie des Landwirtschaftsministeriums für den Zeitraum 2006 bis 2010 zufolge wird der Anteil der landwirtschaftlichen Produktion am Bruttosozialprodukt auf ein Prozent zurückgehen. Wichtigstes Instrument der Landwirtschaftsunterstützung werden Direktzahlungen an Betriebe sein.
  • (Milliyet, 18.12.04) Besteuerung von Geldanlagen ab 2006 geplant. Ab dem 1. Januar 2006 ist eine Besteuerung der Gewinne aus Wertpapieren und anderen Geldanlagen in Höhe von 15 Prozent vorgesehen.
  • (Dünya, 16.12.04) Türkei unter den 10 größten Volkswirtschaften Europas. Auf der Grundlage von Daten des Jahres 2002 verfügte Deutschland mit 2,390 Trillionen Dollar über das höchste Bruttosozialprodukt. Das Bruttosozialprodukt der Türkei lag im gleichen Jahr bei 238 Mrd. Dollar und war damit höher als das Dänemarks, Polens oder Griechenlands.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 15.12.04) Produktivität der Industrie im dritten Quartal weiter gestiegen. Der Produktivitätsindex des Staatlichen Statistikinstitutes ist im III. Quartal 2004 bezogen auf die Beschäftigten der Industrie um 1,8 %, bezogen auf die Arbeitsstunden in der Industrie um 1,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Bezogen auf die Beschäftigung in der Produktion lag der Produktivitätsanstieg pro Arbeiter sowie pro Arbeitsstunde bei 5,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
  • (Dünya, 15.12.04) Standby mit IMF vorbereitet. Die Vorbereitungen für das 19. Standby Abkommen der Türkei mit dem Internationalen Währungsfond sind abgeschlossen. Das Programm wird eine Laufzeit von drei Jahren haben und sieht ein Finanzvolumen von 10 Mrd. Dollar vor. Nach den bisher bekannten Einzelheiten sieht das neue Abkommen keine Abweichungen gegenüber dem am 1. Dezember veröffentlichten Wirtschaftsprogramm vor. Im Hinblick auf die Rückzahlungen der Türkei an den IMF bedeutet das neue Programm eine gewisse Entspannung - gleichwohl werden für jeden eingenommenen Dollar zwei zurückgezahlt. Mit dem Abschluß der Vereinbarung wird zu Beginn des kommenden Jahres gerechnet.
  • (Dünya, 15.12.04) Investitionsförderung hat Ostprovinzen nicht genützt. Einer Analyse der Handelskammer Istanbul (ITO) zufolge, sind die Zuwächse bei Neuinvestitionen aufgrund des Investitionsförderprogramms für Gebiete mit niedrigen Einkommen vor allen den Provinzen Sivas und Düzce zugute gekommen. Insbesondere Provinzen im Osten und Nordosten konnten keine nennenswerten Zuwächse bei Investition und Beschäftigung verbuchen. ITO-Präsident Mehmet Yildirm wies auf die bereits früher geäußerte Kritik an Widersprüchen im Förderungsgesetz. Auch die Wirtschaftskammern der Ost- und Südost-Provinzen hatten ein stärker regional ausgerichtetes Programm gefördert, während das bestehende sich ausschließlich am Bruttosozialprodukt pro Kopf Bevölkerung bezieht.

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