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- (Radikal, 19.06.05) Schnellboot-Verbindung Istanbul - Sile.
Bis September setzt die kommunale Fährgesellschaft IDO immer Samstags
ein Schnellboot (deniz otobüsü) auf der Linie Bostanci - Sile
ein. Abfahrt ist morgens um 8.00 Uhr in Bostanci, 8.30 Uhr Yenikapi
über Üsküdar (8.45 Uhr) nach Sile (Ankunft 10.20 Uhr).
Rückfahrt von Sile ist um 19.00 Uhr, Ankunft in Bostanci um 21.20
Uhr. Der Fahrpreis beträgt 15 YTL (ermäßigt 10 YTL).
- (Radikal, 18.06.05) Drei neue Verordnungen zum Strafvollzug.
Auf der Grundlage des neuen Strafvollzugsgesetzes sind eine Verordnung
über das Besuchsrecht der Gefangenen, eine über die Sache,
die Gefangene besitzen dürfen sowie die allgemeine Durchführungsverordnung
für den Strafvollzug veröffentlicht worden. Neben der Klassifizierung
der Häftlinge wird beispielsweise festgelegt, dass Gespräche
mit Besuchern in türkischer Sprache erfolgen müssen. Nur im
Ausnahmefall wird eine andere Sprache zugelassen, dann muß jedoch
die Aufzeichnung des Gespräches hingenommen werden. Auf richterliche
Anordnung kann das Besuchsrecht vorübergehend entzogen werden und
bei denjenigen, die zu erschwerter lebenslänglicher Haft verurteilt
wurden, erstreckt es sich nur auf unmittelbare Angehörige.
- (Radikal, 17.06.05) Turan Çömez besucht Erivan.
Als "privaten Besuch" bezeichnete der AKP-Parlamentsabgeordnete
Turan Çömez seinen Besuch Armeniens. Gleichwohl führte
er eine Reihe von Gesprächen mit armenischen Politikern. Die Reise
fand Eingang in eine Reihe von türkischen Medien. Im Radikal-Beitrag
wird u.a. hervorgehoben, dass Turan Çömez in Gesprächen
ausdrücklich das Bedauern über die vielen Toten durch die
Armenier-Deportationen während des Ersten Weltkrieges zum Ausdruck
gebracht habe und dies zu einem entspannteren Klima in den Gesprächen
führte. Aufgrund der gemachten Erfahrungen rief er dazu auf, den
Dialog zwischen beiden Gesellschaften zu suchen, um die "Wahrnehmungs-Schablonen"
aufzuweichen.
- (Dünya, 18.06.05) Ernennung von 4.000 neuen Richtern
und Staatsanwälten. Nach der eingeleiteten
Justizreform plant die Regierung die Ernennung von 4.000 neuen Richtern
und Staatsanwälten. Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende
Kemal Anadol warf der Regierung in diesem Zusammenhang vor, mit der
größten Ernennungswelle seit Republikgründung eine Politisierung
der Justiz zu verfolgen.
- (Zaman, 16.06.05) Aufruf zum Frieden für die Südost-Provinzen.
Eine Initiative von Intellektuellen und führenden Verbandsmitgliedern
hat die PKK aufgerufen, bedingungslos die Waffen niederzulegen. Die
Regierung wurde aufgerufen, nötige gesetzliche Voraussetzungen
für die Herbeiführung eines bleibenden Friedens sowie zur
Verwirklichung gesellschaftlicher Demokratie zu schaffen. Als Sprecher
der Initiative forderte der Vorsitzende der Istanbuler Ärztekammer
Prof. Gençay Gürsoy u.a. die Senkung der 10-prozentigen
Sperrklausel für das Parlament, um die Repräsentationsgerechtigkeit
zu verbessern. Zu den Unterstützern des Aufrufs gehören Schriftsteller
wie Orhan Pamuk und Adalet Agaoglu sowie viele bekannte Künstler
und Kolumnisten.
- (Radikal, 16.06.05) Prozeß um Frauentags-Demo endet
mit Freisprüchen. Der harte Polizeieinsatz
in Sultan Ahmed (Istanbul) anläßlich einer Kundgebung zum
Internationalen Frauentag am 8. März endete mit Freispruch für
die angeklagten 56 Demonstranten. Gegen am Schlagstockeinsatz beteiligte
Polizisten sei kein Verfahren eröffnet worden, heißt es in
der Meldung.
- (Radikal, 16.06.05) Generalsekretariat für die EU warnt
wegen Stiftungsgesetz. Nach Einschätzung
des Generalsekretariats ist die Lösung für in den Besitz dritter
übergegangener Immobilien der Minderheitenstiftungen unzureichend.
Der ständige Vertreter der EU in Ankara Kretschmer kritisierte,
dass mit dem Gesetzentwurf zur Reform des Stiftungsgesetzes "ernste
Rechtsbrüche gedeckt werden". Aufgrund einer umstrittenen
Rechtsauslegung des Kassationsgerichtshofes waren Immobilien jüdischer,
griechischer und armenischer Stiftungen an den Staat gefallen und wurden
später teilweise an Privatpersonen verkauft.
- (Radikal, 14.06.05) Kritik am nachlassenden Reformtempo.
Anläßlich des 54. Zusammentreffens der gemischten
Parlamentariergruppe von Europaparlament und türkischem Parlament
wiederholten Joost Lagendijk und der ständige Vertreter der EU
in Ankara Hansjörg Kretschmer, dass das Reformtempo der Türkei
nachgelassen habe. Insbesondere die Absage der Armenier-Konferenz an
der Bosporus Universität sowie das Verbotsverfahren gegen die Lehrergewerkschaft
Egitim Sen erweckten in Europa den Eindruck mangelnder Meinungsfreiheit.
Kretschmer erklärte, dass die bisherigen Maßnahmen zur Minderheitenfrage
unbefriedigend seien und mehr Anstrengung bedürften. Seiner Ansicht
nach sind die Kopenhagener Kriterien bisher nicht vollständig erfüllt.
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