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- (Radikal, 3.07.05) Erdogan beschuldigt europäische der
Unterstützung des Terrorismus. Bei einer
Rede vor dem Zentralen Entscheidungs- und Führungskomitees seiner
Partei erklärte Ministerpräsident Erdogan, dass der Terrorismus
ökonomische Ursachen habe. Jedoch würden einige skandinavische
Länder und Deutschland durch besondere Fonds ausschließlich
Kommunen unterstützen, die von der DEHAP regiert werden.
- (Zaman, 3.07.05) Egitim Sen streicht Forderung nach muttersprachlichem
Unterricht. Nachdem der Kassationsgerichtshof
das Arbeitsgericht Ankara angewiesen hatte, dem Schließungsantrag
gegen die Lehrergewerkschaft Egitim Sen wegen der Forderung nach kurdischsprachigem
Unterricht stattzugeben, hat die Gewerkschaft beschlossen, die inkriminierte
Passage aus der Satzung zu streichen. Gleichzeitig wird eine Klage vor
dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angekündigt.
- (Zaman, 2.07.05) Britische EU-Präsidentschaft ruft Türkei
zu weiteren Reformen auf fünf Gebieten auf.
Der britische Botschafter in Ankara Peter Westmacott unterstrich, dass
seine Regierung davon ausgehe, dass der 3. Oktober als Termin für
die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen feststehe und er auch von keinen
grundlegenden Änderungen am Entwurf des Rahmendokumentes für
die Beitrittsverhanldungen ausgehe. Die EU erwarte jedoch, dass die
Türkei (1) Folter und Mißhandlungen vollständig unterbinde,
(2) Reformen bei den Grundfreiheiten wie Meinungs-, Organisations-,
Religionsfreiheit sowie der Gleichheit von Mann und Frau verwirkliche,
(3) eine Justizreform mit dem Ziel von mehr Transparenz und Effizienz,
(4) eine Verbesserung der Lage in den Südost-Provinzen, wobei parallel
zur Terrorismusbekämpfung die soziale, kulturelle und wirtschaftliche
Entwicklung unterstützt werden müsse sowie (5) die weitere
Liberalisierung der Wirtschaft und Schaffung eines Klimas, das ausländische
Investitionen anzieht.
- (Radikal, 2.07.05) Scharfe Kritik des Kassationsgerichtshofes.
Die Änderung des Gesetzes über Richter und
Staatsanwälte hat eine scharfe Reaktion des Kassationsgerichtshofes
hervorgerufen. In einer Presseerklärung warnt das oberste Gericht
vor einer Politisierung der Justiz durch die Berufung von 4.000 neuen
Richtern und Staatsanwälten. Demgegenüber hatte die Regierung
die neuen Stellen vor allem mit der bevorstehenden Einrichtung von Regionalgerichten
als mittlere Instanz in Straf- und Zivilverfahren vorgesehen. Während
der Kassationsgerichtshof zum einen kritisiert, dass die Vorauswahl
der Bewerber durch das Justizministerium erfolgt, legte er außerdem
nahe, dass die Durchführung von Disziplinaruntersuchungen (teftis
kurulu) nicht mehr durch das Justizministerium erfolgen, sondern die
zuständige Abteilung direkt dem Hohen Rat der Richter und Staatsanwälte
unterstellt werden solle. Am Samstag schloß sich außerdem
der Präsident der Union der türkischen Rechtsanwaltskammern
der Kritik des Gerichtshofes an.
- (Radikal, 2.07.05) Neues Behindertengesetz verabschiedet.
Das von Behinderten und ihren Verbänden seit langem
geforderte Behindertengesetz ist verabschiedet worden. Es sieht u.a.
vor, dass öffentliche Gebäude und der öffentliche Nahverkehr
behindertengerecht ausgestattet werden sollen. Außerdem werden
soziale Beihilfen für Behinderte durch das Gesetz erhöht.
- (Radikal, 1.07.05) Azerbaidschan wertet Status von Nord-Zypern
auf. Durch die Entscheidung, von Nord-Zypern
ausgestellte Pässe anzuerkennen hat Azerbaidschan einen Schritt
in Richtung Anerkennung von Nord-Zypern unternommen. Angekündigt
wurde außerdem die Aufnahme von Charter-Flügen.
- (Zeit, 30.06.05) Politisierter Pamuk.
Ein über das Internet
erreichbarer Beitrag zur Verleihung des Friedenspreises
des Deutschen Buchhandels an den türkischen Autoren Orhan Pamuk.
- (Aksam, 29.06.05) Ein Austritt aus der CHP, ein Eintritt in
die ANAP. Der Abgeordnete Hüseyin Güler
(Mersin, CHP) erklärte seinen Austritt aus der CHP. Zur Begründung
gab er an, dass er die Nähe, die er seitens der Bevölkerung
verspüre in der Partei nie gefunden habe. Demgegenüber erklärte
der unabhängige Abgeordnete Züheyir Amber (Hatay) seinen Eintritt
in die ANAP. Nach dem letzten Stand ist die Sitzverteilung im Parlament
folgendermaßen: Ak Parti 356, CHP 158, ANAP 14, DYP 4, SHP 4,
HYP 1, Unabhängige 9, nicht besetzt 3.
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