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- (11.07.05) Badestrand in Kadiköy eröffnet.
Vor 40 Jahren soll der Strand von Caddebostan (im Istanbuler Stadtbezirk
Kadiköy) Inbegriff der feinen Gesellschaft gewesen sein. Zu jener
Zeit fuhr man von Ankara aus eher für den Sommer nach Istanbul
als an Mittelmeer oder Ägäis ... Nach einer umfangreichen
Umgestaltung und Rehabilitation konnten nun zwei Strände wieder
in Betrieb genommen werden. Wasserproben zeigen eine ausreichende Wasserqualität,
die täglich auch ausgehängt werden soll. Der Strand ist eintrittsfrei
und verfügt über zwei ständige Rettungsschwimmer in Bereitschaft.
- (Zaman, 10.07.05) Neues Strafrecht steigert Nachfrage nach
Rechtsanwälten. Der Vorsitzende der Istanbuler
Anwaltskammer Kazim Kolcaoglu erklärte, dass seit Inkrafttreten
der neuen Strafprozeßordnung die Anfrage nach Anwälten um
das vierfache gestiegen sei. Im vergangenen Monat seien statt bisher
1.500 Anfragen 5.000 Anrufe von Polizeirevieren gekommen, wobei die
bezahlten Gebühren für die Anwaltsdienste äußerst
gering seien. Eine weitere Meldung berichtet über Ausführungen
von Innenminister Aksu über die neu geschaffenen Justizkräfte,
die ebenfalls auf der Grundlage der zum 1. Juni wirksam gewordenen Strafrechtsreform
geschaffen wurden. Die "adli kolluk" (Justizkräfte/Kriminalpolizei)
setze sich aus Angehörigen der Sicherheitskräfte zusammen.
Dies verbleiben in ihren bisherigen Verwaltungsstrukturen, üben
ihre Aufgabe jedoch in engem Dialog mit den Staatsanwälten aus.
Diesbezüglich sei auch ein Schreiben an das Justizministerium gesandt
worden.
- (taz, 8.07.05) Bafög-Anspruch auch bei Studium in der
Türkei. Der Europäische Gerichtshof
hat, gestützt auf das Assoziationsabkommen zwischen Türkei
und EU, entschieden, dass für in Deutschland lebende türkische
Staatsbürger auch bei einem Studiensemester in der Türkei
der Bafög-Anspruch erhalten bleibt.
- (Aksam, 8.07.05) Zwei DEHAP-Funktionäre wegen kurdischer
Reden verurteilt. Für im Zuge des Kommunalwahlkampfes
im vergangenen Jahres in kurdischer Sprache gehaltene Reden wurde der
stellvertretende DEHAP-Vorsitzende Handan Çaglayan sowie Ahmet
Dagtekin, Provinzvorsitzender der Partei für Urfa, zu Freiheitsstrafen
von sieben bzw. sechs Monaten verurteilt.
- (Radikal, 8.07.05) Änderungsgesetz zum Strafgesetzbuch
in Kraft getreten. Das nach einem Veto von
Staatspräsident Sezer ans Parlament zurücküberwiesene
Änderungsgesetz zum Strafgesetzbuch wurde, nachdem es dort ohne
Änderung erneut verabschiedet wurde, im Staatsanzeiger veröffentlicht.
Mit dem Änderungsgesetz werden die Zusatzstraftatbestände
für Presse und Medien weitgehend gestrichen. "Handeln gegen
nationale Interessen" bleibt weiterhin strafbar, wobei dies auch
auf in der Türkei lebende Ausländer ausgeweitet wird. Das
Veto des Präsidenten bezog sich zum einen auf den Erlaubnisvorbehalt
des Justizministeriums bei Anklageerhebung für im Ausland verübte
Straftaten sowie auf die Verringerung des Strafmaßes bei ohne
Genehmigung durchgeführten Bildungsmaßnahmen.
- (Radikal, 7.07.05) Zwischenbilanz bei Dorf-Rücksiedlung.
Innenminister Aksu erklärte, dass von 360.000 Personen, die in
den Ost- und Südost-Provinzen aus Sicherheitsgründen ihre
Dörfer verlassen mußten, 125.539 zurückgekehrt sind.
Parallel dazu haben seit einigen Wochen die Entschädigungszahlungen
nach dem neuen Gesetz zur Entschädigung von Terrorismusopfern begonnen.
In einem Rundschreiben fordert der Innenminister die Provinzverwaltungen
auf, mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenzuarbeiten und
ihre Projekte, soweit sie für angemessen erachtet werden, zu unterstützen.
weitere Kurzmeldungen
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