| |
- Türkische Internet Community.
"Wir – das sind Schüler, Studenten, Akademiker und Berufstätige
die sich mit der Türkei verbunden fühlen und meinen eine tendenziöse
Berichterstattung gegen die Türkei in Deutschland ausgemacht zu
haben. Aus diesem Grunde haben wir uns als “Türkische Internet
Community” (TIC) organisiert und versuchen unsere Sicht der Politik,
Wirtschaft und Soziales mithilfe des weltumspannenden Netzes zu artikulieren.
Insbesondere legen wir großen Wert darauf, integrative Quellen
wie Ihre Seite eine ist, ausfindig zu machen und mit Ihnen Verbindung
aufzunehmen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns erlaubten
einen Banner Ihrer Seite als Partnerseite auf www.turkcom.org
zu implementieren."
- (Radikal, 31.07.05) Entführter Bürgermeister von
Bingöl wieder frei. Der am Donnerstag
von der PKK entführte AKP-Bürgermeister von Bingöl soll
Berichten von dessen Familie zufolge wieder freigelassen worden sein.
Für seine und die Freilassung eines entführten Gendameriesoldaten
hatten sich u.a. auch zivile Organisationen der Region in Aufrufen und
Aktionen eingesetzt.
- (Radikal, 30.07.05) Kassationsgerichtshof legt Urteilsbegründung
zu "muttersprachlichem Unterricht" vor.
Im Schließungsverfahren gegen die Lehrergewerkschaft Egitim Sen
hatte die große Kammer des Kassationsgerichtshofes beschlossen,
dass die in der Satzung verankerte Forderung nach muttersprachlichen
Unterricht in auch anderen Sprachen als Türkisch gegen die Verfassung
verstoße. In der Urteilsbegründung wird bekräftigt,
dass andere Sprachen als Türkisch als Unterrichtssprache die Einheit
der Nation gefährden und dementsprechend unzulässig seien.
- (NTV, 30.07.05) Verwaltungsgerichtshof bestätigt Sonderstatus
von Minderheitenstiftungen. Im Rechtsstreit
um die Auflösung der griechischen Stiftung des Waisenhauses für
Jungen und Mädchen auf Büyükada erklärte der Verwaltungsgerichtshof,
dass die Stiftung in den Geltungsbereich des Gesetzes 5504 aus dem Jahr
1949 falle und darum einen Sonderstatus beanspruchen dürfe. Hatte
das Generaldirektorat für das Stiftungswesen das Auflösungsbegehren
damit begründet, dass die Stiftung ihre wohltätigen Aufgaben
nicht mehr erfülle, so schützt der Spruch des Verwaltungsgerichtshofes
jedoch nur Stiftungen, die vor 1949 den Titel einer "mülhak"
(gebundenen) Stiftung erlangt haben. Zugleich berichten türkische
Zeitungen auch über den aktuellen Streit des griechischen Patriarchats
mit dem Generaldirektorat über die Nutzung eines griechischen Klosters
auf der Insel Kinaliada. Während die griechische Gemeinde das Kloster
im Sommer für ein Kinder-Camp nutzt, hatte das Generaldirektorat
auch hier ein Enteignungsverfahren eingeleitet. Wegen des Streits konnte
das Camp in diesem Jahr nicht stattfinden.
- (Zaman, 29.07.05) Haftstrafe für Anrede "verehrter
Herr". Der DEHAP-Provinzvorsitzende für
Erzurum Bedri Firat wurde vom 2. Großen Strafgericht Erzurum zu
10 Monaten Haft und Geldstrafe verurteilt. Hintergrund war, dass Firat
in einem Zeitungsinterview bezogen auf den PKK-Chef Abdullah Öcalan
die Anrede "sayin" ("vereehrter Herr") gebraucht
hatte. Das Gericht bewertete die Anrede im Rahmen des Antiterrorgesetzes.
- (Radikal, 28.07.05) Türkei wegen Vorfälle in der
Istanbuler Gazi-Siedlung verurteilt. Am 12.
März 1995 kamen 17 Menschen bei Unruhen in den Istanbuler Bezirken
Gaziosmanpasa und Ümraniye ums Leben. Der Europäische Gerichtshof
für Menschenrechte verurteilte die Türkei nun zu Schadenersatzzahlungen
wegen "Verletzung des Rechts auf Leben" und "Behinderung
bei der Geltendmachung von Rechten bei nationalen Institutionen".
Ein weiteres Urteil erging in einem Fall, bei dem eine Entschädigung
für ein verstaatlichtes Grundstück verspätet ausgezahlt
wurde.
- (26.07.05) Aufruf für Beiträge zu "Migration
- gestern bis heute und unsere Hoffnungen".
"Wir, der Freundschafts- und Solidaritätsverein Stuttgart,
sind derzeit in den Vorbereitungen eines bedeutenden Projekts. "Migration
- gestern bis heute und unsere Hoffnungen" lautet das Thema und
das Motto, zu dem der Freundschafts- und Solidaritätsverein Stuttgart
in den nächsten Monaten eine Ausstellung durchführen und ein
Dokumentationskatalog zusammenstellen möchte. Insbesondere bitten
wir hierzu Angehörige der ersten Generation der Migranten um tatkräftige
Unterstützung. Denn: Eine Geschichte beginnt immer am Anfang. Und
die Geschichte über Migration, über Menschen, die als Migranten
in dieses Land kamen, beginnt mit den ersten - der ersten Generation.
Wir wollen die Erinnerungen von gestern in die Gegenwart holen, damit
sie von kommenden Generationen weitergetragen werden können. Deswegen
ist Ihre Unterstützung für unsere bescheidene aber wundervolle
Arbeit von großer Hilfe und von wichtiger Bedeutung. Falls Sie
noch Bilder, Fotos, Videoaufnahmen, Briefe oder andere Dokumente oder
ähnliches (alte Pässe..) über die ersten Jahre, über
Fabriken, in denen Sie gearbeitet haben, über Arbeiterheime, in
denen sie gewohnt haben, über Ihre Reisen, Ihre Kinder oder darüber,
wie Ihr Leben heute aussieht, besitzen, dann schicken Sie sie uns bis
zum 15.Oktober 2005 zu. " www.dost-der.de
- (Zaman, 26.07.05) Erste Verfassungsgerichtspräsidentin
der Türkei. Mit der Wahl von Tülay
Tugcu zur Vorsitzenden des Verfassungsgerichts wurde erstmals eine Frau
an die Spitze dieses Gerichts bestellt. Die 1942 geborene Juristin war
nach vorheriger Tätigkeit am Verwaltungsgerichtshof 1999 noch von
Süleyman Demirel an das Verfassungsgericht berufen worden.
weitere Kurzmeldungen
|
Türkische Internet Community
Entführter Bürgermeister von Bingöl
wieder frei
Kassationsgerichtshof legt Urteilsbegründung
zu "muttersprachlichem Unterricht" vor
Verwaltungsgerichtshof bestätigt Sonderstatus
von Minderheitenstiftungen
Haftstrafe für Anrede "verehrter
Herr"
Türkei wegen Vorfälle in der Istanbuler
Gazi-Siedlung verurteilt
Aufruf für Beiträge zu "Migration
- gestern bis heute und unsere Hoffnungen"
Erste Verfassungsgerichtspräsidentin
der Türkei
Archiv
Zurück
|