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- (Milliyet, 25.02.06) EU-Bericht empfiehlt weitere Justizreformen.
Im Auftrag der EU Kommission führten der schwedische Richter Kjell
Björnberg und der britische Jurist Ross Cranston in Anara, Izmir,
Van und Gevas Gespräche mit Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten.
Der Bericht der Reise und die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden
nun in einem 96-seitigen Bericht dem türkischen Justizministerium
zugeleitet. Schwerpunkt von Kritik und Empfehlungen ist die Beziehung
zwischen Justizministerium und Richtern/Staatsanwälten sowie die
Beziehung von Richtern und Staatsanwälten. Während auf der
einen Seite die Rolle des Justizministeriums in Personalfragen sowie
die Teilnahme von Justizminister und Staatssekretär an den Sitzungen
des Hohen Rates für Richter und Staatsanwälte kritisiert wird,
richten sich andere Empfehlungen auf eine deutliche Trennung von Richtern
und Staatsanwälten. Staatsanwälte hätten als gleichrangig
mit Rechtsanwälten zu erscheinen und die Verfahrensprozeduren seien
entsprechend zu gestalten.
- (Quantara, 24.02.06) Kritische Anmerkungen zur türkischen
Kulturpolitik. In der neuen Ausgabe des Quantara-Newsletters
setzt sich Klaus Kreiser kritisch mit der türkischen Kulturpolitik
auseinander, in dem er auf ihre Rückwärtsgewandheit hinweist
(englisch,
Link).
- (NTV, 24.02.06) UN geht von jährlich mehr als 5.000 Ehrenmorden
aus. Das UN Bevölkerungsprogramm schätzt
die Zahl der Ehrenmorde weltweit auf jährlich mehr als 5.000. Die
türkische Polizei wiederum hat in den vergangenen 1.091 Ehrenmorde
registriert.
- (NTV, 24.02.06) Staatsanwaltschaft am Kassationsgericht beantragt
Urteil gegen Hrant Dink aufzuheben. Die Staatsanwaltschaft
befand im Falle von Hrant Dink, Herausgeber der armenischen Zeitung
Agos, dass eine Verurteilung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung
im vergangenen Herbst zu unrecht ergangen sei. In ihrem Antrag wies
sie darauf hin, dass die Worte, für die Dink in erster Instanz
auf der Grundlage von Artikel 159 Türkisches Strafgesetzbuch verurteilt
wurde, den Strafbestand nicht erfüllten und die beanstandete Textstelle
im Kontext übriger Texte des Autoren zu bewerten sei.
- (NTV, 23.02.06) Buddelei auf der Istiklal Caddesi geht weiter.
Nach vier Monaten war die Erneuerung des Straßenpflasters auf
der Istiklal Caddesi, Istanbuls bekanntester Einkaufs- und Vergnügungsstraße
abgeschlossen. Doch stellte Istanbuls Oberbürgermeister fest, dass
statt einheimischer Steinplatten Importware verwandt wurde und ordnete
an, dass die Steine ausgetauscht werden. Die Kosten trägt die beauftragte
Baufirma. Die Folge ist jedoch auch, dass Schlamm und Bauarbeiten noch
einige Monate weitergehen werden ...
- (Yeni Safak, 21.02.06) Sendungen in kurdischer Sprache durch
Privatsender im März. Nachdem der Radio-
und Fernsehsender Gün aus Diyarbakir und Söz Radio-TV fehlende
Unterlagen bei der unabhängigen Aufsicht für Radio und Fernsehen
(RTÜK) eingereicht haben, geht die Institution davon aus, dass
ab März der Sendebetrieb der beiden Gesellschaften in kurdischer
Sprache beginnen kann. Der geltenden Verordnung zufolge sind für
Fernsehprogramm Sendungen von bis zu 45 Minuten pro Woche und für
Radioprogramme bis zu 60 Minuten pro Woche zulässig.
weitere Kurzmeldungen
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EU-Bericht empfiehlt weitere Justizreformen
Kritische Anmerkungen zur türkischen
Kulturpolitik
UN geht von jährlich mehr als 5.000
Ehrenmorden aus
Staatsanwaltschaft am Kassationsgericht
beantragt Urteil gegen Hrant Dink aufzuheben
Buddelei auf der Istiklal Caddesi geht weiter
Sendungen in kurdischer Sprache durch Privatsender
im März
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