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- (Dünya, 24.02.06) Parlament einigt sich beim Kreditkartengesetz.
Zunächst sollte es vor allem darum gehen, klare
Regeln für die Ausstellung von Kreditkarten, die Vertragsgestaltung
sowie Haftungsfragen gehen. Angesichts einer zunehmenden Zahl überschuldeter
Kreditkartennutzer trat die Frage von Verzugszinsen oder eine mögliche
Schuldenamnestie in den Vordergrund der Diskussion. Letzteres wurde
jedoch nicht Wirklichkeit. Festgelegt wurde, dass das zulässige
Limit aller auf eine Person ausgestellten Kreditkarten nicht mehr als
das Doppelte von zwei monatlichen Einkünften betragen dürfe.
- (Zaman, 24.02.06) Dorfinvestitionsprogramm.
In der Türkei wurde ein landwirtschaftliches Investitionsprogramm
begonnen. Gegenstand der Förderung ist die Einrichtung von Verpackungs-
und Lagerkapazitäten in Dörfern, die mit 50 % der Kosten bezuschußt
werden. Im vergangenen Jahr wurden mit 20 Mio. YTL in 16 Pilotprovinzen
159 Projekte gefördert. In diesem Jahr sind im Haushalt für
diese Förderung 250 Mio. YTL vorgesehen.
- (Radikal, 23.02.06) EU-Erweiterungshaushalt dürftig.
Für die kommenden sieben Jahre beträgt der für die Erweiterung
ausgewiesene Haushalt für sechs Länder insgesamt 10,2 Mrd.
Euro. Nach welchem Schlüssel diese Gelder auf die Länder verteilt
werden soll, ist indes noch ungewiß. Allein für die Einlösung
der EU-Umweltbestimmungen wird die Türkei voraussichtlich 65 Mrd.
Euro aufwenden müssen. Weitere finanzielle Herausforderungen werden
die Bewältigung der regionalen Unterschiede, die ländliche
Entwicklung sowie das Bildungswesen sein.
- (Radikal, 23.02.06) Zahlungserleichterung für Sozialversicherungsschulden.
Mit dem neuen Gesetz werden rund ein Drittel der bei den Sozialversicherungen
aufgelaufenen Schulden gestrichen. Mit Ratenzahlungen bis zu fünf
Jahren wird zugleich eine Lösung für die verbleibenden Schulden
gesucht. Die bei den Sozialversicherungen SSK und Bag Kur aufgelaufenen
Schulden belaufen sich auf mehr als 21 Mrd. YTL. Vom neuen Gesetz können
theoretisch bis zu 3,5 Mio. Menschen profitieren. Das Gesetz sieht außerdem
eine Verdichtung der Kontrollen auf ordnungsgemäße Sozialversicherung
vor, indem auch Inspekteure anderer Behörden automatisch zusätzlich
nach den Sozialversicherungsunterlagen fragen sollen.
- (Radikal, 22.02.06) Keine Beteiligung von Arcelor bei Erdemir.
Nachdem die Oyak Gruppe die Privatisierungsausschreibung des Stahlkonzerns
Erdemir mit einem Gebot von 2,960 Mrd. Dollar gewonnen hatte, war eine
Beteiligung von Arcelor mit 41 % im Gespräch. Die Absage an Arcelor
wird mit der bisher ausstehenden Entscheidung der türkischen Wettbewerbsbehörde
kommentiert. Die Oyak Gruppe kündigt an, dass sie die nötigen
Quellen gefunden habe, um die Übernahme von Erdemir auch im Alleingang
zu finanzieren.
- (Dünya, 22.02.06) Rückgang der Touristenzahl um
4,7 % im Januar. Die monatlich vom Türkischen
Statistikinstitut vorgelegte Statistik der Ein- und Ausreisen zeigt
für Januar Rückgang um 4,7 % auf 667.337 Einreisen. Der Anteil
der einreisenden Türken ist demgegenüber im Januar um 30,3
% gestiegen, was sich wohl auch durch das Opferfest erklären läßt.
Mit einem Anteil von 19 % waren Deutsche wieder die wichtigste Gruppe
unter den ausländischen Touristen. Als mögliche Ursachen für
den Rückgang im Januar werden die Vogelgrippe sowie die Diskussion
über Alkoholverbote angeführt.
- (Dünya, 21.02.06) Ausländische Banken und Finanzinstitutionen
fördern öffentliche Bibliotheken.
12 ausländische Banken und Finanzinstititionen haben sich mit der
Toplum Gönülleri Stiftung zusammengeschlossen und leisten
einen Beitrag zur Erneuerung der öffentlichen Bibliotheken. Die
beteiligten Banken und Institutionen leisten einen Beitrag zwischen
5.000 und 20.000 Dollar, das Kulturministerium stellt weitere 200.000
Dollar bereit. Das Geld ist zum einen zur Erneuerung und Ausstattung
öffentlicher Bibliotheken und zum anderen für Ausbildungsprogramme
für Jugendliche im Rahmen der Stiftungsaktivitäten bestimmt.
- (Schatzamt, 17.02.06) Ausländische Investitionen haben
weiter stark zugenommen. Die Türkei schloß
das vergangene Jahr mit einem dreifach höheren Zustrom ausländischen
Kapitals ab als je zuvor. Im vergangenen Jahr wurden 2.825 neue Unternehmen
mit ausländischer Beteiligung registriert, dies sind 700 mehr als
im Vorjahr. 2.292 dieser Unternehmen sind Neugründungen, wobei
die Mehrheit mit einem Kapital von unter 50.000 Dollar gegründet
wurde. Nach Herkunftsländern steht Deutschland mit 520 Neuzugängen
im vergangenen Jahr an der Spitze und erreicht insgesamt die Zahl von
2.045 Firmenbeteiligungen in der Türkei. (Kurzbericht
und Tabellen,
türkisch)
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Parlament einigt sich beim Kreditkartengesetz
Dorfinvestitionsprogramm
EU-Erweiterungshaushalt dürftig
Zahlungserleichterung für Sozialversicherungsschulden
Keine Beteiligung von Arcelor bei Erdemir
Rückgang der Touristenzahl um 4,7 %
im Januar
Ausländische Banken und Finanzinstitutionen
fördern öffentliche Bibliotheken
Ausländische Investitionen haben weiter
stark zugenommen
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