Jahrgang 5 Nr. 09 vom 6.03.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 4.03.06) Türkei im Jahr 2050 die Volkswirtschaft mit dem viergrößten Wachstum. Ein von Pricewaterhouse Coopers erstellter Bericht sieht die Türkei in der Rangfolge der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften nach Indien, Indonesien und China auf Rang vier. Der Prognose zufolge würde die Türkei im Jahr 2050 10 % des Bruttoinlandsproduktes der USA erreichen. Insgesamt rechnet der Bericht damit, dass die sieben sich am schnellsten entwickelnden Länder zu diesem Zeitpunkt über ein um 25 % größeres Bruttoinlandsprodukt verfügen als die G7-Staaten (heute die Staaten mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt).
  • (Dünya, 3.03.06) Mehrwertsteuersenkung für Textilprodukte im Gespräch. Im Anschluß an das Gespräch der Textilarbeitgeber mit der Regierung am vergangenen Dienstag wird nach Angaben des für den Außenhandel zuständigen Staatsministers Kürsad Tüzmen zur Zeit geprüft, ob die Mehrwertsteuer für Textil & Bekleidung von jetzt 18 % auf 8 % gesenkt werden kann. Andererseits weist die Dünya in ihrem Beitrag darauf hin, dass bereits vor zwei Jahren ähnliche Pläne im Gespräche waren, jedoch aufgrund des Einspruchs, dass eine Verringerung von Steuereinnahmen in einer Höhe von einer Mrd. YTL gegenfinanziert werden müßten, nicht verwirklicht worden.
  • (Dünya, 2.03.06) Türkischer Export im Februar um 7,5 % gestiegen. Daten der Vereinigung türkischer Exporteure zufolge ist der Export im Februar um 7,5 % auf 6,1 Mrd. Dollar gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Sorge bereitet den Exporteuren jedoch der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei der Bekleidung um 3,15 % im Februar bzw. 7,9 % in Januar und Februar zusammengenommen. Auch der Kraftfahrzeugbau konnte im Februar nur gering zulegen und erreichte ein Wachstum von nur 1,62 %, was einem Rückgang in den ersten beiden Monaten 2006 von 3,5 % entspricht.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 28.02.06) Außenhandelsdefizit im Januar um 44 % gestiegen. Exporten im Wert von 4,820 Mrd. Dollar standen im Januar Importe mit einem Volumen von 8,01 Mrd. Dollar gegenüber. Während der Export um 3,6 % zurückging, stiegen die Importe um 11,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Außenhandelsdefizit erreichte einen Wert von 39,8 %. Der Importanstieg im Januar ging vor allem auf Investitionsgüter (28,6 %) und Konsumgüter (34 %) zurück. Die These, dass der Exportrückgang auf das Opferfest und die kalte Witterung im Januar zurückzuführen sei, läßt sich u.a. mit dem Rückgang der "Exporte" in die türkischen Freihandelszonen um 28,5 % bekräftigen.
  • (Radikal, 28.02.06) Leichte Bewegungen in der Einkommensverteilung. Daten des Türkischen Statistikinstitutes zufolge hat sich der Abstand der Haushaltseinkommen von 2003 auf 2004 leicht verändert. Während 10 % der reichsten Haushalte einen leichten Rückgang am Gesamteinkommen verzeichneten, änderte sich für die ärmsten 10 % der Haushalte an ihrer Lage jedoch nichts. Veränderungen traten am stärksten bei den mittleren Einkommena auf (in einer Größenordnung von 0,5 Prozentpunkten). Die reichsten Haushalte erhielten den Daten zufolge über 30,9 % der verfügbaren Haushaltseinkommen. Das reichste Fünftel erreicht einen Anteil von 46,2 %. Die ärmsten Haushalte haben einen Anteil von 2,3 % an den verfügbaren Haushaltseinkommen, das ärmste Fünftel kommt auf einen Anteil von 6,1 %.

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