Jahrgang 5 Nr. 15 vom 17.04.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Zaman, 17.04.06) Beschleunigter Schienenverkehr verbessert Einnahmen. Nachdem die türkische Eisenbahngesellschaft die Frachtlaufzeit zwischen Manisa und Erzurum auf drei statt bisher 15 Tage verkürzte haben sich die Einnahmen deutlich erhöht. Allein im vergangenen Jahr stiegen das Güteraufkommen um 20 %, die Einnahmen um 26 %. Die Verkürzung der Frachtlaufzeit konnte durch Blockzüge erreicht werden, die ohne Stopp bis zum Zielbahnhof durchfahren. Nach dem Erfolg im Binnenverkehr wird das Blockzügesystem nun auch im internationalen Güterverkehr eingesetzt. Auf diese Weise beträgt die Transportzeit einer Fracht nach Deutschland 72 Stunden.
  • (Zaman, 16.04.06) Nach Aufhebung des Ausnahmezustands in den Ost-Provinzen Tausende neuer Arbeitsplätze. Seit im Jahr 2002 in den letzten Provinzen der Ausnahmezustand aufgehoben wurde, sind fast 4.000 neue Betriebe entstanden, deren Arbeitsplatzeffekt auf mehr als 100.000 geschätzt wird. Nach Angaben der Industriekammer Diyarbakir ist der Export seit 2002 um 150 % gestiegen. Die Vereinigung der Exporteure der Südost-Provinzen gibt den Umsatzzuwachs mit 812 Mio. Dollar im Jahr 2001 und 2,539 Mrd. Dollar im Jahr 2005 an.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 14.04.06) Kapazitätsauslastung im März bei 80,8 %. Der monatlichen Umfrage des Türkischen Statistikinstitutes zur Kapazitätsauslastung der Industrie zufolge stieg diese gegenüber dem Vormonat um 3,6 Prozentpunkte auf 80,8 %. Sie erreichte damit in etwa den Stand des Vorjahresmonats (80,5 %).
  • (Dünya, 14.04.06) Organischer Landbau und Aufbau des Verarbeitungsgewerbe als Lösung für Ost-Anatolien. Der Artikel auf den Regionalseiten der Dünya gibt Stellungnahmen von Produzenten und Sektoralverbänden wieder. Sie stimmen darin überein, dass das Potenzial für biologischen Landbau in der Region hoch sei. Durch biologischen Landbau seien qualitativ hochwertigere Produkte zu erzielen, jedoch sei Voraussetzung, dass sich die Landwirte zusammenschließen, da sie allein nicht in der Lage sind, Zertifizierungskosten, Großeinkauf oder die Vermarktung ihrer Produkte zu gewährleisten. Die Wertschöpfung werde sich zudem erhöhen, wenn in der Region auch Gewerbebetriebe entstehen, die Produkte des bioloigschen Landbaus weiterverarbeiten und verpacken. Erst Erfahrungen zeigen ermutigende Ergebnisse.
  • (Dünya, 13.04.06) Parlament berät über Verlängerung der Steuervorteile für Freihandelszonen. Der von zwei Abgeordneten der Regierungspartei eingebrachte Antrag sieht vor, die Steuervergünstigungen für die Freihandelszonen bis 2019 fortzuschreiben. Damit soll die durch ein Gesetz aus dem Jahr 2004 für den 31.12.2008 vorgesehene Aufhebung der Vergünstigungen außer Kraft gesetzt werden.
  • (Dünya, 11.04.06) Trotz steigendem Export sinkende Produktion im Bekleidungssektor. Das Staatssekretariat für Außenhandel (DTM) kommt in einer Studie zu dem Schluss, dass trotz eines Anstiegs des Exports im vergangenen Jahr und einem Anteil von 15,5 % am Gesamtexport die Produktion im Bekleidungsgewerbe um 16,6 % zurückgegangen ist. Demgegenüber zeigten die Importe von Fertigbekleidung einen starken Anstieg. Die türkische Textil- und Konfektionsindustrie ist stark exportorientiert. Von einem Produktionswert von 30 Mrd. Dollar sind Produkte im Wert von 18 Mrd. Dollar für den Export bestimmt. Bei den Importe ist ein Anstieg von 197 Mio. Dollar im Jahr 2001 auf 686 Mio. Dollar im vergangenen Jahr zu verzeichnen.

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