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Jahrgang 5 Nr. 23 vom 12.06.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Milliyet, 10.06.06) Kritische Anmerkungen zu den Devisenverkäufen des TMSF. Der Guthabenversicherungsfond (TMSF) hatte in den vergangenen Monate mehrere Großverkäufe von Unternehmen getätigt, die als Sicherheit für Schäden von übernommenen Banken in dessen Obhut übergegangen waren. Zum Zeitpunkt, als die Devisenpreise in der Türkei stark anstiegen und eine Diskussion über die Notwendigkeit einer Intervention der Zentralbank begann, wurde gemeldet, dass der TMSF in großem Stil begann, Devisen zu verkaufen. Eine Stellungnahme des Fonds erklärte dies damit, dass Verpflichtungen auf YTL-Basis an verschiedene öffentliche Gläubiger zu begleichen seien. Von einigen Marktteilnehmern wurden die Devisenverkäufe des TMSF als versteckte staatliche Intervention in den Devisenkurs verstanden. In seiner Kolumne fragt Yaman Törüner nun nach der Rechtsgrundlage dieser Verkäufe - beispielsweise ob eine öffentliche Ausschreibung für die Verkäufe erfolgt ist oder ob innerhalb von Fond und Ministerien Personen im Vorhinein davon gewußt haben ...
  • (NTV, 8.06.06) Mittelfristige Inflationstendenz begrenzen. In einer Rede in Izmir hat der neue Präsident der türkischen Zentralbank Durmus Yilmaz erklärt, dass es möglich sei, dass die Inflation zum Jahreswechsel über dem Zielwert von fünf Prozent liegen werde. Die Zielwerte für 2007 und 2008 seien jedoch zu halten. Der Einfluß des Devisenpreisanstieges auf die Mai-Inflation bewege sich bei 0,5 %, zusammen mit dem Anstieg der Preise für Gold und Öl bei 0,65 %. Wenn nötig werde die Zentralbank auf dem Devisenmarkt intervenieren.
  • (Milliyet, 8.06.06) Neues Rekorddefizit der Zahlungsbilanz im April. Die Zahlungsbilanz wurde im April mit einem Defizit in Höhe von 4,122 Mrd. Dollar abgeschlossen, was einem Anstieg um 63,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Zusammen ergibt sich für die ersten vier Monate ein Defizit von 12,5 Mrd. Dollar, was einem Anstieg um 43,3 % entspricht.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 8.06.06) Industrieindex im April um 7,1 % gestiegen. Der Index (1997 = 100) erreichte einen Wert von 137,5 Punkten. In den ersten vier Monaten stieg der Index um 4,4 % auf 122,3 Punkte. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Bergbau mit 9,1 %, gefolgt vom produzierenden Gewerbe mit 7,5 %, während die Produktion von Gas und Wasser um 2,6 % stieg.
  • (Zentralbank, 7.06.06) Zentralbank hebt Zinsen um 1,75 Prozentpunkte. Der Rat für Geldpolitik hat bei seiner außerordentlichen Sitzung beschlossen, die Zinsen für Over-night Anleihen der Zentralbank von 13,25 % auf 15 % und die für gegebene Kredite von 16,25 % auf 18 % anzuheben. Zur Begründung wurde auf die in April und Mai deutlich höher als erwartete Inflation verwiesen. Die Zentralbank kündigt an, innerhalb einer Woche eine Inflationsbewertung vorzulegen.
  • (Zentralbank, 8.06.06) Inflationserwartung stark gestiegen. Die alle zwei Wochen von der Zentralbank durchgeführte Erwartungsabfrage ergab für den ersten Durchgang im Juni einen Anstieg der Inflationserwartung zum Jahresende um 2,07 Prozentpunkte auf 8,82 % (Durchschnitt). Bis Ende April hatte sich die Erwartung der Inflation zum Jahresende bei Werten um 5,7 % bewegt. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete auch die Schätzung des Dollar-Kurses zum Jahresende. Lag der Schätzwert im Duchschnitt bisher bei 1,40 YTL/$, so ist die Kursschätzung nun auf 1,57 YTL/$ gestiegen. Die Erwartung zum Wirtschaftswachstum sank von 5,1 % auf 4,7%, während die Schätzung des Zahlungsbilanzdefizites mit 26,5 Mrd. $ unter der der Vorbefragung lag.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 7.06.06) April: geringere Menge, höherer Preis. Der Mengenindex für den Export zeigte im April einen Rückgang um 18,2 %, beim Import einen um 5,2 %. Demgegenüber stieg der Wertindex beim Export um 0,9 % und beim Import um 3,3 %. Der stärkste Rückgang (Mengenindex) ist bei Textilien (-20 %) und Bekleidung (-27,8 %) zu verzeichnen.

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Kritische Anmerkungen zu den Devisenverkäufen des TMSF


Mittelfristige Inflationstendenz begrenzen


Neues Rekorddefizit der Zahlungsbilanz im April


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Zentralbank hebt Zinsen um 1,75 Prozentpunkte


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April: geringere Menge, höherer Preis

 

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