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- (Milliyet, 10.06.06) Kritische Anmerkungen zu den Devisenverkäufen
des TMSF. Der Guthabenversicherungsfond (TMSF)
hatte in den vergangenen Monate mehrere Großverkäufe von
Unternehmen getätigt, die als Sicherheit für Schäden
von übernommenen Banken in dessen Obhut übergegangen waren.
Zum Zeitpunkt, als die Devisenpreise in der Türkei stark anstiegen
und eine Diskussion über die Notwendigkeit einer Intervention der
Zentralbank begann, wurde gemeldet, dass der TMSF in großem Stil
begann, Devisen zu verkaufen. Eine Stellungnahme des Fonds erklärte
dies damit, dass Verpflichtungen auf YTL-Basis an verschiedene öffentliche
Gläubiger zu begleichen seien. Von einigen Marktteilnehmern wurden
die Devisenverkäufe des TMSF als versteckte staatliche Intervention
in den Devisenkurs verstanden. In seiner Kolumne fragt Yaman Törüner
nun nach der Rechtsgrundlage dieser Verkäufe - beispielsweise ob
eine öffentliche Ausschreibung für die Verkäufe erfolgt
ist oder ob innerhalb von Fond und Ministerien Personen im Vorhinein
davon gewußt haben ...
- (NTV, 8.06.06) Mittelfristige Inflationstendenz begrenzen.
In einer Rede in Izmir hat der neue Präsident der türkischen
Zentralbank Durmus Yilmaz erklärt, dass es möglich sei, dass
die Inflation zum Jahreswechsel über dem Zielwert von fünf
Prozent liegen werde. Die Zielwerte für 2007 und 2008 seien jedoch
zu halten. Der Einfluß des Devisenpreisanstieges auf die Mai-Inflation
bewege sich bei 0,5 %, zusammen mit dem Anstieg der Preise für
Gold und Öl bei 0,65 %. Wenn nötig werde die Zentralbank auf
dem Devisenmarkt intervenieren.
- (Milliyet, 8.06.06) Neues Rekorddefizit der Zahlungsbilanz
im April. Die Zahlungsbilanz wurde im April
mit einem Defizit in Höhe von 4,122 Mrd. Dollar abgeschlossen,
was einem Anstieg um 63,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
Zusammen ergibt sich für die ersten vier Monate ein Defizit von
12,5 Mrd. Dollar, was einem Anstieg um 43,3 % entspricht.
- (Türkisches Statistikinstitut, 8.06.06) Industrieindex
im April um 7,1 % gestiegen. Der Index (1997
= 100) erreichte einen Wert von 137,5 Punkten. In den ersten vier Monaten
stieg der Index um 4,4 % auf 122,3 Punkte. Den stärksten Anstieg
verzeichnete der Bergbau mit 9,1 %, gefolgt vom produzierenden Gewerbe
mit 7,5 %, während die Produktion von Gas und Wasser um 2,6 % stieg.
- (Zentralbank, 7.06.06) Zentralbank hebt Zinsen um 1,75 Prozentpunkte.
Der Rat für Geldpolitik hat bei seiner außerordentlichen
Sitzung beschlossen, die Zinsen für Over-night Anleihen der Zentralbank
von 13,25 % auf 15 % und die für gegebene Kredite von 16,25 % auf
18 % anzuheben. Zur Begründung wurde auf die in April und Mai deutlich
höher als erwartete Inflation verwiesen. Die Zentralbank kündigt
an, innerhalb einer Woche eine Inflationsbewertung vorzulegen.
- (Zentralbank, 8.06.06) Inflationserwartung stark gestiegen.
Die alle zwei Wochen von der Zentralbank durchgeführte Erwartungsabfrage
ergab für den ersten Durchgang im Juni einen Anstieg der Inflationserwartung
zum Jahresende um 2,07 Prozentpunkte auf 8,82 % (Durchschnitt). Bis
Ende April hatte sich die Erwartung der Inflation zum Jahresende bei
Werten um 5,7 % bewegt. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete auch die
Schätzung des Dollar-Kurses zum Jahresende. Lag der Schätzwert
im Duchschnitt bisher bei 1,40 YTL/$, so ist die Kursschätzung
nun auf 1,57 YTL/$ gestiegen. Die Erwartung zum Wirtschaftswachstum
sank von 5,1 % auf 4,7%, während die Schätzung des Zahlungsbilanzdefizites
mit 26,5 Mrd. $ unter der der Vorbefragung lag.
- (Türkisches Statistikinstitut, 7.06.06) April: geringere
Menge, höherer Preis. Der Mengenindex
für den Export zeigte im April einen Rückgang um 18,2 %, beim
Import einen um 5,2 %. Demgegenüber stieg der Wertindex beim Export
um 0,9 % und beim Import um 3,3 %. Der stärkste Rückgang (Mengenindex)
ist bei Textilien (-20 %) und Bekleidung (-27,8 %) zu verzeichnen.
weitere Kurzmeldungen
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Kritische Anmerkungen zu den Devisenverkäufen
des TMSF
Mittelfristige Inflationstendenz begrenzen
Neues Rekorddefizit der Zahlungsbilanz im
April
Industrieindex im April um 7,1 % gestiegen
Zentralbank hebt Zinsen um 1,75 Prozentpunkte
Inflationserwartung stark gestiegen
April: geringere Menge, höherer Preis
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