Jahrgang 5 Nr. 48 vom 5.12.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • (NTV, 5.12.06) Schnell wachsende Verschuldung der Privathaushalte. Daten der Zentralbank zufolge stieg die Verschuldung der Privathaushalte in den ersten neun Monaten diesen Jahres um 39 % auf 67,5 Mrd. YTL. Die Zinslast stieg von 9,7 Mrd. YTL in 2005 auf 11,7 Mrd. YTL. Das verfügbare Haushaltseinkommen stieg um 13 %. Bei der Zahlungsunfähigkeit von Kreditkartenschulden zeigte sich in den ersten neun Monaten ein Anstieg um 15 %. Das Volumen der Schulden auf Devisenbasis erreichte einen Gegenwert von 1,5 Mrd. YTL. Zentralbankpräsident Durmus warnte die Bevölkerung und Wirtschaft davor, Schulden auf Devisenbasis aufzunehmen, wenn kein Deviseneinkommen zur Tilgung der Schulden bereit stehe.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 4.12.06) Inflation im November bei 1,29 %. Mit einem Anstieg um 1,29 % im November bewegte sich die Entwicklung der Verbraucherpreise im Rahmen der Erwartungen. Der Rückgang der Produzentenpreise um 0,29 % liegt jedoch deutlich unter der Schätzung von 0,55 %, die eine Umfrage bei Banken und Finanzinstituten durch den Fernsehsender CNBC-E ergeben hatte. Ausschlaggebend für den Rückgang der Produzentenpreise waren die Landwirtschaft (-0,09%) und die Industrie (-0,34%). Im Jahreszeitraum liegt der Anstieg der Verbraucherpreise bei 9,86 %, der der Produzentenpreise bei 11,67 %.
  • (Zaman, 4.12.06) Gelder der Arbeitslosenversicherung für die berufliche Bildung. Als Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit plant die Regierung eine Änderung des Gesetzes über die Arbeitslosenversicherung. Geplant ist, 500 Mio. YTL der Arbeitslosenversicherung für berufliche Bildungsmaßnahmen einzusetzen. In den vier Jahren seit Einführung der Versicherung haben sich Einnahmen in Höhe von 23 Mrd. YTL angehäuft, denen nur 800 Mio. YTL Auszahlungen an Arbeitslose gegenüberstehen. Während in einer Reihe von Berufen Probleme bestehen, qualifizierte Bewerber zu finden, haben insbesondere diejenigen, die in der Landwirtschaft ihre Arbeit verlieren, kaum eine Chance auf eine angemessene neue Beschäftigung.
  • (Cumhuriyet, 3.12.06) Weiter Streit um Sozialversicherungsbeiträge für Rentner. Ab dem kommenden Jahr sollen Rentner, die weiterhin einer Erwerbstätigkeit nachgehen, bis zu 33 % des Mindestlohnes an Sozialabgaben leisten. Für besondere Empörung sorgt, dass pensionierte ehemalige Parlamentsabgeordnete von dieser Verpflichtung ausgenommen sind.
  • (Radikal, 2.12.06) Rekordexport im November. Daten der Vereinigung türkischer Exporteure (TIM) zufolge erreichte der Export im November ein Volumen von 8,6 Mrd. Dollar. Im Zeitraum von 12 Monaten wurde damit ein Exportvolumen von 84,403 Mrd. Dollar erzielt, was einem Anstieg um 15,81 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Seit Jahresbeginn betrugen die Exportumsätze 77,089 Mrd. Dollar. Den höchsten Beitrag zum Export leistete das Kraftfahrzeug- und dessen Nebengewerbe mit 1,621 Mrd. Dollar. Der Export von Bekleidung erzielte einen Umsatz von 1,254 Mrd. Dollar.
  • (Dünya, 29.12.06) Neuer Türkei-Direktor der Weltbank Ulrich Zachau. Die Nachfolge von Andrew Vorking tritt der deutsche Ulrich Zachau an. Zachau war eine Zeit Weltbank-Direktor in Brasilien und Direktor für Strategie und Operationen in Latein Amerika und der Karibik. Als eine Premiere für die Weltbank gilt, dass bei der Kandidatenauswahl Staatsminister Ali Babacan angehört wurde.

weitere Kurzmeldungen

Schnell wachsende Verschuldung der Privathaushalte


Inflation im November bei 1,29 %


Gelder der Arbeitslosenversicherung für die berufliche Bildung


Weiter Streit um Sozialversicherungsbeiträge für Rentner


Rekordexport im November


Neuer Türkei-Direktor der Weltbank Ulrich Zachau

 

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