Jahrgang 5 Nr. 06 vom 20.02.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Milliyet, 18.02.07) Zollunion für Zahlungsbilanzdefizit verantwortlich. Nach Einschätzung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Abdüllatif Sener ist die Zollunion eine der Hauptursachen für das hohe Zahlungsbilanzdefizit der Türkei. Nach Aufhebung der Zollschranken habe sich die türkische Industrie Sektoren mit hohem Zulieferbedarf wie der Herstellung von Kraftfahrzeugen und Fernsehern zugewandt. Zöge man den Anteil solcher Sektoren von den Importen und Exporten ab, erhielte man nach Seners Einschätzung eine ähnliche Handelsbilanz wie vor der Zollunion.
  • (Dünya, 17.02.07) Staatsbetriebe machten Defizit. Erstmals seit 2001 schlossen die staatlichen Produktionsbetriebe (KIT) wieder eine Jahresbilanz mit Defizit ab. Während die Unternehmen 2002 und 2003 zwischen 4 und 5 Mrd. YTL Gewinn machten, schlossen sie 2006 mit einem Verlust von 800 Mio. YTL ab. Für dieses Jahr liegt das Ziel bei einem Gewinn von 2,5 Mrd. YTL.
  • (Dünya, 15.02.07) Zahlungsbilanzdefizit 31,3 Mrd. Dollar. Mit einem Anstieg um 37,2 % wurde mit Vorlage der Dezemberdaten die Zahlungsbilanz mit einem Defizit von 31,3 Mrd. Dollar abgeschlossen. Andererseits fällt auf, dass das Zahlungsbilanzdefizit im Dezember mit 1,772 Mrd. Dollar um 55 % unter dem des Vorjahresmonats blieb.
  • (Dünya, 15.02.07) Immobilienmarkt und Mortgage. Die Wirtschaftszeitung Dünya gibt einen Beitrag des Wall Street Journals wieder, der davon ausgeht, dass in diesem Jahr in der Türkei 3 bis 4 Mrd. Dollar in Geschäftsimmobilien investiert werden. 80 % dieser Investitionen entfallen auf Einkaufszentren. Mit Verweis auf Cushmann & Wakefield (London) wird erklärt, dass in den kommenden fünf Jahren allein für Istanbul 45 Projekte für neue Einkaufszentren bestehen.
    Eine zweite Nachricht betrifft die Auswirkungen, die eine Verabschiedung des Mortgagegesetzes auf den türkischen Finanzmarkt haben könnte. Sollte das Gesetz in diesem Jahr verabschiedet werden, wird mit einem Zufluss ausländischen Kapitals in Höhe von 2,5-3 Mrd. Dollar gerechnet. Bis 2015 wird von einem Investitionsbedarf beim Wohnungsbau in Höhe von 80 Mrd. Dollar ausgegangen, wovon 20 Mrd. Dollar durch ausländisches Kapital finanziert werden könnten, wenn das Mortgagesystem eingeführt wird.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 15.02.07) Arbeitslosigkeit im November um 1 Prozent gesunken. Die Haushaltsbefragung des Türkischen Statistikinstitutes ergab, dass die Erwerbsbeteiligung leicht gestiegen und die Arbeitslosigkeit im November gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen ist. Die Erwerbsbeteiligung lag landesweit im November bei 48,2 %, in den Städten bei 45,7 % und auf dem Land bei 52,6 %. Zwar stieg die Beschäftigung in den Städten um 428.000 Personen, doch reichte dies aufgrund von Bevölkerungsanstieg und Zuwanderung nicht aus, die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen. Auf dem Land stieg die Zahl der Beschäftigten um 173.000, was zugleich mit der Abwanderung zu einem deutlichen Anstieg der Beschäftigungsquote führte. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen stieg um 0,2 % auf 25 %. Der Anteil der Beschäftigten ohne Sozialversicherung wird mit 48 % angegeben, was einem Rückgang um 1,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
  • Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung öffnete Dependence in Ankara. Ziel ist die Arbeit auch aus der Türkei zu koordinieren. Das Türkeibüro wird nicht nur Unternehmen, Aufträge und Projekte in der Türkei selbst, sondern auch in der gesamten MENA-Region unterstützen. Flankierend hierzu führt das imap Institut seit zwei Monaten bereits das Projekt „MENA“ durch. Hier wird auf Dauer ein Monitoring der Zukunftsmärkte in dieser Region durchgeführt. In Ankara steht Ihnen ein Team von versierten Mitarbeitern zur Seite. Leiter des Türkeibüros ist Herr Dirk Tröndle. Tröndle, der seit 17 Jahren in der Türkei lebt und arbeitet, ist Experte für den türkischen Markt und vertraut mit der türkischen Kultur und Sprache. Schwerpunkt: Umwelt- und Energietechnik Das Türkeibüro wird sich vor allem auf den Sektor der Umwelt- und Energietechnik konzentrieren. Hier steht der Know-How- und Technologietransfer von Deutschland in die Türkei im Mittelpunkt unserer Bemühungen. (Link)  

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Zollunion für Zahlungsbilanzdefizit verantwortlich


Staatsbetriebe machten Defizit


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Immobilienmarkt und Mortgage


Arbeitslosigkeit im November um 1 Prozent gesunken


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