Jahrgang 5 Nr. 20 vom 5.06.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • Devisenpreise erreichen Vorjahresstand. Der von der türkischen Zentralbank herausgegebene Index (1995 = 100) zeigt an, dass ein Warenkorb verschiedener Devisen, bereinigt um die Inflation, im Mai auf der Grundlage des Verbraucherpreisanstiegs 173,3 Punkte, auf der Grundlage der Produzentenpreise 147,9 Punkte. Im vergangenen Jahr hatte die Lira ihren höchsten Wert im Februar mit einem Index von 174,6 (Verbraucherpreise) bzw. im März mit 150,9 (Produzentenpreise) erreicht.
  • (Dünya, 5.06.07) Inflation blieb unter Erwartung. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 0,5 %, die Produzentenpreise um 0,39 %. Damit lag die Preissteigerung unter den Erwartungswerten zuvor gemachter Umfragen. Im Zeitraum von zwölf Monaten liegt der Verbraucherpreisanstieg bei 9,23 %, der der Produzentenpreise bei 7,14 %. Seit Jahresanfang stiegen die Verbraucherpreise um 4,1 % und haben damit den Zielwert der Zentralbank von 4 % zum Jahreswechsel bereits überschritten.
  • (Dünya, 2.06.07) Export im Mai um 26,2 % gestiegen. Den Daten der Vereinigung türkischer Exporteure (TIM) zufolge hielt der Exportanstieg auch im Mai an. Insgesamt wurden Waren im Wert von 9,1 Mrd. Dollar ausgeführt. Seit Jahresanfang erreichte der Export ein Volumen von 40,4 Mrd. Dollar, im Zeitraum von zwölf Monaten eine Höhe von 94,7 Mrd. Dollar. Mit 1,912 Mrd. Dollar trug der Kraftfahrzeugexport im Mai am stärksten zum Ergebnis bei. Seit Jahresanfang stieg der Kfz-Export um 34 % auf ein Gesamtvolumen von 7,191 Mrd. Dollar.
  • (Dünya, 31.05.07) Türkischer Beitrag zum 7. EU-Forschungsförderprogramm 450 Mio. Euro. Die Verhandlungen über die Beteiligung der Türkei am 7. EU-Rahmenprogramm wurden abgeschlossen. Die Vizepräsidentin der türkischen Forschungsförderagentur TÜBITAK Nüket Yetis sieht das Ergebnis als Erfolg an. Zwar war kritisiert worden, dass nur ein Bruchteil der 231 Mio. Euro, die die Türkei im Rahmen des 6. Rahmenprogramms gezahlt hatte, als Projektmittel wieder ins Land zurückgeflossen seien. Doch dieses Mal sei man besser vorbereitet. Zudem müsse man bei einer Kosten-Nutzen-Berechnung des Vorgängerprogramms berücksichtigen, wie viel Geld die Türkei hätte ausgeben müssen, wollte sie die erzielten Ergebnisse im Alleingang erreichen.Yetis verwies zudem auf eine breite Palette von TÜBITAK-Programmen, mit denen kleinere und mittelere Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterstützt werden. Die Anschubsfinanzierungen erreichen bis zu 75 % der förderfähigen Kosten.
  • (Dünya, 31.05.07) Mehrwertsteuersenkung auf Nahrungsmittel und Tourismus tritt am 1. Juni in Kraft. Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf einige Nahrungsmittelgruppen sowie touristische Leistungen von 18 % auf 8 % tritt am 1. Juni in Kraft. Bei den touristischen Leistungen sind alkoholische Getränke von der Steuersenkung ausgenommen. Wurde zunächst erwartet, dass die Steuersenkung sich nicht auf die Verkaufspreise auswirken werde, kündigten einige Supermarktketten an, sie unverzüglich in niedrigere Preise umzusetzen (Radikal, 1.06.07) Die Verringerung der Haushaltseinnahmen durch die Steuersenkung ist bisher unbekannt.
  • (Dünya, 31.05.07) Wachstumsaussicht des Versicherungssektors bei 20 %. Der Generaldirektor der Anadolu Sigorta Mustafa Su geht davon aus, dass die Branche in diesem Jahr Aussicht auf ein Wachstum bis zu 20 % habe. Das starke ausländische Interesse am türkischen Versicherungsmarkt erkläre sich nicht zuletzt aus den hohen Wachstumspotenzialen. Während die Türkei unter den Volkswirtschaften weltweit auf Rang 20 liegt, liegt ihr Versicherungsmarkt auf Rang 40. Die Versicherungsausgaben pro Kopf liegen in der Türkei bei 90 Dollar, in anderen Ländern bei 2.500 Dollar. Der Anteil ausländischer Beteiligungen an türkischen Versicherungen liegt nach Sus Einschätzung bei inzwischen 70 %.
  • (Dünya, 30.05.07) Beschleunigung der Zollabfertigung. Durch die Unterzeichnung eines Protokolls des Staatssekretariats für den Zoll und dem Generaldirektorat für das Wettbewerbswesens, dem türkischen Standardinstitut (TSE) sowie der Wettbewerbsaufsicht soll ein elektronischer Datenabgleich zwischen den Behörden möglich werden, der zu einer Beschleunigung der Zollabwicklung führen soll. Der für den Zoll zuständige Staatsminister Kürsat Tüzmen erklärte, dass durch die Vereinbarung der Außenhandel vollständig elektronisch kontrolliert werden könne.

weitere Kurzmeldungen

Devisenpreise erreichen Vorjahresstand


Inflation blieb unter Erwartung


Export im Mai um 26,2 % gestiegen


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Mehrwertsteuersenkung auf Nahrungsmittel und Tourismus tritt am 1. Juni in Kraft


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Beschleunigung der Zollabfertigung

 

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