Jahrgang 5 Nr. 24 vom 5.07.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 4.07.07) EU schätzt Wirtschaftsentwicklung der Türkei optimistisch ein. In einem Bericht hat die EU Kommission die Wirtschaftsentwicklung der drei Kandidatenländer eingeschätzt. Im Türkei-Kapitel heißt es, dass das laufende Wirtschaftsprogramm darauf ziele, die Inflation bis zum Beitrittstermin auf einen Wert um das europäische Mittel zu senken. Im Bericht wird davon ausgegangen, dass zwischen 20007 und 2009 die türkische Wirtschaft durchschnittlich um 5,5 % wachsen wird. Gegenüber den Planungsdaten der türkischen Regierung geht sie davon aus, dass der Zuwachs des privaten Konsums etwas höher, die Exportsteigerung etwas niedriger ausfallen wird. Im Hinblick auf die Haushaltsperformanz wird mangelnde Transparenz beklagt, die offen lässt, wie die formulierten Ziele erreicht werden sollen.(European Economy. Occational Papers)
  • (Dünya, 4.07.07) Inflation im Juni gesunken. Die Verbraucherpreise sind im Juni um 0,24 % gesunken. Die Produzentenpreise zeigten einen Rückgang um 0,11 %. Damit sind die Verbraucherpreise im Zeitraum von 12 Monaten um 8,6 %, die Produzentenpreise um 2,89 % gestiegen.
  • (Radikal, 3.07.07) Keine Preiserhöhung bei Strom und Erdgas. Staatsminister Ali Babacan erklärte bei einer Pressekonferenz, dass, sollten keine außergewöhnlichen Ereignisse auf dem Weltmarkt bei Gas und Öl eintreten, in diesem Jahr die Preise für Strom und Erdgas nicht erhöht werden. Die Kritik an einer Reihe von haushaltsrelevanten Maßnahmen vor den Wahlen - die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf einige Nahrungsmittelgruppen und touristische Leistungen, Lohnerhöhung für Arbeit des Öffentlichen Dienstes, hohe Garantiepreise für Weizen, Aufschub kommunaler Schulden - wies Babacan als unzutreffend zurück. Die Maßnahmen seien lange vor den Wahlen geplant gewesen und es habe vergleichbare Entscheidungen auch in den vergangenen Jahren gegeben. Babacan teilte außerdem mit, dass ein Abkommen mit der Weltbank über einen Kredit geschlossen wurde, der ein Volumen von 6 Mrd. Dollar in vier Jahren habe. Gefördert werden sollten Projekte zur Förderung von Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit.
  • (Radikal, 3.07.07) Bruttosozialprodukt um 6,8 % gestiegen. Im ersten Quartal 2007 wuchs das Bruttosozialprodukt inflationsbereinigt um 6,8%. Damit erreichte es eine Höhe von 91,989 Mrd. Dollar - auf Dollarbasis lag der Zuwachs bei 13,8 %. Das Pro-Kopf-Einkommen erreichte eine Höhe von 5.561 Dollar. Es handelt sich um das 21. Wachstumsquartal in Folge. Am stärksten trug mit 16,2 % der Bausektor zum Wachstum bei. Der Anstieg der Importsteuern lag bei 8,8%. Der private Konsum stieg nur um 1,2 %, demgegenüber die Staatsausgaben um 9 %.
  • (Milliyet, 2.07.07) Rasanter Anstieg des Energieverbrauchs. Während 2006 weltweit der Energieverbrauch um 2,4 % anstieg, wuchs er in der Türkei um 6,1 %. Dem von BP vorgelegten Weltenergiebericht zufolge sank im vergangenen Jahr der Ölverbrauch um 4,7 % auf 28,5 Mio. t. Der Erdgasverbrauch stieg um 13,5 % auf 30,5 Mrd. Kubikmeter. Im Bericht wird außerdem darauf hingewiesen, dass bei Wasserkraft und Windenergie ein starker Anstieg erfolgte.
  • (NTV, 2.07.07) Export im Juni um 17,2 % gestiegen. Den Daten der Vereinigung türkischer Exporteure zufolge lag der türkische Export im Juni bei 9 Mrd. Dollar. Im ersten Halbjahr ergab sich eine Steigerung um 24,08 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wichtigste Exporterzeugnisse waren Kraftfahrzeuge & Zubehör, Bekleidung sowie Eisenprodukte.
  • (Radikal, 2.07.07) Textilhandel soll von Eminönü in die Giyimkent ziehen. Zur Vorbereitung der Umgestaltung der historischen Halbinsel in Istanbul waren für zwei wichtige Gewerbezweige - Textil und Schmuck - neue Gewerbezentren geschaffen worden, die jedoch aufgrund des Widerstands der Gewerbetreibenden bisher kaum genutzt werden. Giyimkent, das neue Zentrum für das Textilgewerbe, ist seit 2002 betriebsfähig, jedoch nur zu 30 % ausgelastet. In Absprache mit der Bezirksverwaltung Eminönü soll nun der Umzug des Gewerbes beschleunigt werden. Als Mittel dazu sieht die Bezirksverwaltung eine umfassende Verkehrsberuhigung vor: ein großer Teil der Straßen soll für den Auto- und insbesondere den Lastverkehr gesperrt werden. Zugleich wurde angekündigt, dass die Anbindung von Giyimkent an den öffentlichen Nahverkehr verbessert wird.

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EU schätzt Wirtschaftsentwicklung der Türkei optimistisch ein


Inflation im Juni gesunken


Keine Preiserhöhung bei Strom und Erdgas


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Rasanter Anstieg des Energieverbrauchs


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