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- (Milliyet, 14.08.07) 38 Prozent der öffentlichen Ausschreibungen fehlerhaft. Die autonome Ausschreibungskommission hat bei der Prüfung von 2.131 öffentlichen Ausschreibungen bei 38 % der Fälle Unregelmäßigkeiten bzw. Fehler festgestellt. Die höchste Beanstandungsquote ergab sich beim Gesundheitswesen. Bei den 819 beanstandeten Ausschreibungen waren in 488 Fällen die Fehler so schwerwiegend, dass das Verfahren für nichtig erklärt wurde.
- (Milliyet, 13.08.07) Newal Sevindi Kandidatin für den DP-Vorsitz. Die Journalistin und Schriftstellerin Newal Sevindi, die bei der vergangenen Parlamentswahl auf dem 1. Listenplatz für Istanbul kandidierte, hat ihre Kandidatur für das Amt des DP-Vorsitzenden bekanntgegeben. Sie verweist dabei auf die von ihr mitinitiierte Erneuerungsbewegung in der Partei und erklärt, dass es Zeit sei, eine neue politische Mitte zu entwerfen, da die AKP diese aufgrund der Herkunft ihrer Führungsmitglieder nicht ausfüllen könne. Der DP-Parteitag wird voraussichtlich im September stattfinden.
- (Zaman, 12.08.07) Schwarze Plastiktüten können krebserregende Stoffe enthalten. Die zumeist aus Recycling-Plastik hergestellten schwarzen Plastiktüten, die insbesondere auf Märkten benutzt werden, können nach Einschätzung des Vereins Cetkoder (Verein zum Schutz von Umwelt- und Verbraucherrechten) gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Der Verein rief dazu auf, statt Plastiktüten rückgewinnbare Papiertüten zu verwenden.
- (Milliyet, 12.08.07) Metrobau schafft neue Ausstellung im Archäologischen Museum. Aufgrund der Bauarbeiten für die Metro in Istanbul wurden an zahlreichen Stellen bedeutende archäologische Funde gemacht, die nun im Archäologischen Museum Istanbul in einer Sonderausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Funde bei den Grabungen auf dem Sultan Ahmed Platz reichen 8.000 Jahre zurück. Die Ausstellung beinhaltet insgesamt 500 Exponate. Bei der bis Dezember geöffneten Ausstellung wird auch eines der 24 an der Baustelle von Yenikapi gefundenen Schiffswracks ausgestellt.
- (NTV, 10.08.07) "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir der Himmel". Von Journalisten nach dem Ausspruch von Ankaras Oberbürgermeisters Gökcek zum Wassermangel "Alles ist Gottes Werk" befragt erklärte der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten Prof. Ali Bardakoglu, dass Gott den Menschen als ein vernunftbegabtes Wesen erschaffen habe. Dementsprechend habe er zunächst die nötigen Vorkehrungen zu treffen und könne sich danach Gottes Gnade anvertrauen...
- (Zaman, 10.08.07) Wahl des Staatspräsidenten voraussichtlich am 28. August. Nach der Wahl des Parlamentspräsidiums ist der Zeitplan für die Wahl des Staatspräsidenten veröffentlicht worden. Bis zum 19. August können die Parteien Kandidaten benennen. Der erste Wahlgang wird am 20. August abgehalten. Um gewählt zu werden, benötigt ein Kandidat im ersten Wahlgang 367 Stimmen (zwei Drittel aller Mandate des Parlaments). Die zweite Tour findet am 24. August, die dritte am 28. August statt. Für den dritten Wahlgang ist nur noch eine absolute Mehrheit erforderlich. Es wird davon ausgegangen, dass aufgrund ihrer Mehrheit der Kandidat der AKP im dritten Wahlgang gewählt wird. Für den vierten Wahlgang ist der 1. September vorgesehen.
- (NTV, 9.08.07) Sitze im Parlamentspräsidium verteilt. Im Anschluss an die Wahl des AKP-Kandidaten Köksal Toptan zum Parlamentspräsidenten wurde in Abstimmung der Parlamentsfraktionen das neue Parlamentspräsidium zusammengestellt. Demzufolge muss die AKP einen der fünf Vizepräsidentenposten an die MHP abgeben. Von den 17 Präsidiumsmitgliedern entfallen 10 auf die AKP, 3 auf die CHP, 2 auf die MHP und 1 auf die DTP. Außerdem wurde entschieden, dass die Parlamentskommissionen jeweils 25 Mitglieder haben sollen. Seitens der MHP wurde Mitgeteilt, dass die Partei in den Ausschüssen mit drei, im Haushaltsausschuss sowie dem Ausschuss für Staatsbetriebe mit fünf Mitgliedern vertreten sei. Die DTP teilt mit, sie sei mit je einem Mitglied in den Ausschüssen und zwei im Haushalts- sowie im Ausschuss für Staatsbetriebe vertreten.
- (ABhaber, 9.08.07) Alternativen in den Beziehungen zwischen Türkei und EU überdenken. Im achtseitigen Aufsatz von Andreas Maurer von der Stiftung Wissenschaft und Politik und Berlin stellt er heraus, dass mit den Beschlüssen des EU Juni-Gipfels weitere Differenzierungsmöglichkeiten innerhalb der EU geschaffen wurden. Damit würde sich für die Türkei die Frage, ob sie eine "reale" oder eine "formale" Mitgliedschaft in der EU anstrebe. Der Aufsatz gibt einen Überblick über verschiedene Modelle der Integration von Staaten in die EU jenseits der formalen Mitgliedschaft. (Link, deutsch).
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