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- (Zentralbank) Devisenpreisindex bei 188,1 Punkten. Im Oktober erreichte der von der Zentralbank monatlich veröffentlichte Devisenpreisindex, der auf einem Warenkorb verschiedener Devisen, die um den Verbraucherpreisanstieg bzw. den Produzentenpreisindex bereinigt werden, eine Höhe von 188,1 Punkten. Im Januar hatte er noch bei 164,9 Punkten gelegen. Allein im Oktober stieg der Index um 9,1 Punkte.
- (NTV, 8.11.07) Zahlungsbilanzdefizit im September höher als erwartet. Das Zahlungsbilanzdefizit ist im September um 18,2 % auf 1,8 Mrd. Dollar gestiegen. Zugleich mit der Bekanntgabe der Daten wurde das Defizit für August von 1,4 Mrd. Dollar auf 2,05 Mrd. Dollar revidiert. Damit ist seit Jahresanfang das Zahlungsbilanzdefizit auf 26 Mrd. Dollar, im Zeitraum von zwölf Monaten auf 34,4 Mrd. Dollar gestiegen. Die ausländischen Direktinvestionen beliefen sich in den ersten drei Quartalen diesen Jahres auf 13,5 Mrd. Dollar und lagen damit um 0,8 Mrd. Dollar höher als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen aus dem Tourismus stiegen im gleichen Zeitraum um 5,5 % auf 12,2 Mrd Dollar. Eine Erklärung für den hohen Korrekturbedarf der Augustwerte wurde bisher nicht gegeben. Am gleichen Tag wird gemeldet, dass der für das Schatzamt zuständige Staatsminister Mehmet Simsek erklärt hat, dass die Regierung Schritte unternehmen werde, um mittel- und langfristig das Zahlungsbilanzdefizit einzudämmen.
- (NTV, 6.11.07) Banken planen gemeinsame Nutzung von Bankamatik. Ab dem kommenden Jahr wollen türkische Banken die Geldautomaten einem unabhängigen Träger übergeben. Die von diesem Träger betriebenen Automaten sollen allen Bankkunden offenstehen. Bereits jetzt haben einige Banken die Funktionen der Geldautomaten ausgebaut, so dass eine Vielzahl von Bankoperationen, u.a. auch Einzahlungen und die Begleichung von Rechnungen durch Barcode-Leser, möglich ist. Es ist geplant, dass auch diese Funktionen zukünftig über die gemeinsam betriebenen Geldautomaten möglich sein sollen.
- (Türkisches Statistikinstitut, 2.11.07) Verbraucherpreise im Oktober um 1,81 % gestiegen. Mit 1,81 % lag die Inflation im Oktober über dem Erwartungswert. Nach Warengruppen erfolgte der höchste Anstieg bei Bekleidung und Schuhen mit 8,2 %, gefolgt von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit 3,4 %. Geht man von den von der Istanbuler Handelskammer (ITO) ermittelten Daten für Oktober aus, so lag der Verbraucherpreisanstieg in der Stadt noch höher. ITO gibt die Inflation mit 3,89 % und den Anstieg der Großhandelspreise mit 0,83 % an. Das Türkische Statistikinstitut ermittelte bei den Produzentenpreisen einen Rückgang um 0,13 %. Bei den Produzentenpreisen lag der Anstieg bei landwirtschaftlichen Produkten bei 1,28 %, bei Industrieerzeugnissen gingen die Preise um 0,47 % zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 7,7 %, die Produzentenpreise um 4,41 %.
- (Türkisches Statistikinstitut, 31.10.07) Export wächst schneller als Importe. Mit 8,99 Mrd. Dollar wuchs der türkische Export im September um 18,2 %, während die Importe eine Höhe von 14,032 Mrd. Dollar erreichten, was einem Anstieg um 15,5 % entspricht. 56,6 % der Exporte gingen in die Europäische Union. Im Zeitraum Januar bis Dezember lag Deutschland als Zielland für den Export mit 8,7 Mrd. Dollar an der Spitze. Im September stieg der Export nach Deutschland um 19,6 % auf 1,055 Mrd. Dollar.
Am 1. November gab die Vereinigung türkischer Exporteure (TIM) ihre Bilanz für Oktober bekannt. Im Oktober stieg der Export um 37,1 % auf eine Höhe von 9,702 Mrd. Dollar. Im Zeitraum von zwölf Monaten erreichte der Exportumsatz eine Höhe von 102,779 Mrd. Dollar.
- (Dünya, 2.11.07) Kehrseite ausländischer Direktinvestitionen: Gewinntransfers. Einer Untersuchung der Kammer der niedergelassenen Steuerberater Istanbul (ISMMMO) ergab, dass im Zeitraum von 1990 bis 2002 der Gewinntransfer ausländischer Unternehmen ins Ausland insgesamt bei 3,1 Mrd. Dollar lag. Im Zeitraum von 2003 bis August diesen Jahres erreichte der Transfer eine Höhe von mehr als 5 Mrd. Dollar. Für dieses Jahr wird ein Gewinntransfer in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar erwartet. Seit einigen Jahren wird in der Türkei diskutiert, welche Auswirkungen die starke Zunahme ausländischer Direktinvestitionen haben werden. In diesem Zusammenhang war auf das Risiko hingewiesen worden, dass durch höhere Investitionen auch höhere Gewinntransfers und damit eine weitere Belastung der Zahlungsbilanz eintreten könnten.
- (Zentralbank, 31.10.07) Abschwächende Nachfrage. In der Kurzfassung des monatlichen Berichts zur Konjunkturumfrage heißt es: "Nachdem sich im September nach drei aufeinanderfolgenden Monaten mit einem steigenden Produktionsvolumen eine Abschwächung eingestellt hatte, ist es im Oktober wieder graduell angestiegen. Bei den Aufträgen aus dem Inland hat sich in den vergangenen drei Monaten eine Abschwächungstendenz eingestellt, bei den Auslandsaufträgen war im Oktober, wenn auch schach, eine zunehmende Tendenz zu beobachten. Bei einer saisonalen Betrachtung der Bewertungen, hat die Einschätzung, dass die eingegangenen Bestellungen niedrig liegen, gegenüber September leicht zugenommen. Die Bewertung steigender Lagerbestände hat sich mit einem leichten Anstieg fortgesetzt. Die Einschätzung der Befragten, dass die Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten der EU, den In- und Auslandsmärkten abgenommen hat, hielt auch im Oktober an. Zugleich hat auch die Tendenz der Bewertung eines Wettbewerbsvorteils auf dem Binnenmarkt abgenommen." (Bericht, Türkisch)
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