Jahrgang 5 Nr. 41 vom 27.12.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 25.12.07) Strompreiserhöhung. Im Anschluss an die Ministerratssitzung teilte Regierungssprecher Cemil Cicek mit, dass beschlossen wurde, die Strompreise für Privathaushalte um 15 %, für gewerbliche Kunden um 10 % anzuheben. Geplant sei, die Anhebung zum Jahreswechsel wirksam werden zu lassen. Am gleichen Tag findet sich noch die Meldung über Vorbereitungen, die Steuersätze für Zigaretten erneut zu erhöhen. Ziel sei jedoch nicht eine Einnahmeerhöhung, sondern den Konsum zu verringern.
  • (Dünya, 15.12.07) Fortsetzung von Stand By Programmen mit IMF auf der Tagesordnung. Nach Abschluss der IMF-Inspektion in der vergangenen Woche wird verstärkt über die Fortsetzung der Beziehungen zum Fond ab Mai 2008 diskutiert. Berichten zufolge wird im Moment eine Fortsetzung der Stand By Pr ogramme favorisiert. Statt jedoch wie bisher mit festen Kreditraten soll ein flexibleres Kreditinstrument auf Bedarfsbasis gewählt werden. Programmabsprachen und regelmäßige Inspektionen würden jedoch beibehalten. Am 25.12. meldet die Radikal den Abschluss der IMF-Inspektion in der Türkei, die am 16. Dezember wieder aufgenommen worden war. Nach Abschluss der Beratungen wird davon ausgegangen, dass das IMF-Direktorium im Januar die Freigabe einer Kreditrate in Höhe von 1,1 Mrd. Dollar bewilligen wird. Die ausstehenden beiden weiteren Kontrollphasen sollen zusammengelegt werden.
  • (Milliyet, 18.12.07) Arbeitslosigkeit im 3. Quartal bei 9,3 %. Der Haushaltsumfrage des Staatlichen Statistikinstituts zufolge lag die Zahl der Arbeitslosen im Zeitraum von Juli bis September bei 2,405 Millionen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Beschäftigten um 233.000 auf auf 23,361 Mio. Die Arbeitslosenquote außerhalb der Landwirtschaft lag bei 12 %, die von jungen Erwachsenen bei 19 %, unter jungen Menschen in Städten bei 22,54 %.
  • (CER, 17.12.07) Die Rolle der Türkei bei der Sicherung von Energie in Europa. Katinka Barysch vom Centre for European Reform hat sich in einem achtseitigen Aufsatz mit den gegenseitigen Erwartungen von EU und Türkei bei der Energiepolitik beschäftigt. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Türkei eine wichtige Rolle bei der Strategie der EU ihre Energieversorgung zu diversifizieren spielen könnte. Dies setzte jedoch voraus, dass die Türkei insbesondere beim Nabuco-Pipelineprojekt nicht politische sondern rational-ökonomische Aspekte in den Vordergrund stelle. Barysch empfiehlt, dass die EU und die Türkei möglichst bald mit konkreten Gesprächen über die Energiepolitik - nicht beschränkt auf die Pipeline-Frage - beginnen sollten. (Link, englisch)
  • (Dünya, 15.12.07) 22 Millionen Touristen bis November. Einen Anstieg um 18,15 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum meldet das Türkische Statistikinstitut für den Zeitraum von Januar bis November. Mit knapp vier Millionen lagen die Deutschen unter den ausländischen Besuchern auf dem ersten Platz. In der Rangfolge folgen Rußland und England. Mit 8,448 Millionen war die Marmara Region das meistbesuchte Ziel, gefolgt von der Mittelmeerregion mit 7,5 Millionen. Auf die Ägäis-Region entfielen 4 Millionen Besucher.
  • (Yeni Safak, 14.12.07) Zentralbank senkt Zinsen um einen halben Prozentpunkt. Wie erwartet hat die Zentralbank beschlossen den Tageszins von 16,25 % auf 15,75 % zu senken. Der Zins für Tageskredite der Zentralbank wurde von 20,75 % auf 20 % gesenkt. In der Begründung wird auf das geringere Wirtschaftswachstum im dritten Quartal verwiesen. Die geringe private und öffentliche Nachfrage stütze den Inflationsrückgang. Die Entscheidung traf nicht auf uneingeschränkte Zustimmung, da seit längerem auch Forderungen nach größeren Schritten bei den Zinssenkungen erhoben werden.
  • (Dünya, 13.12.07) Verfassungsgericht entscheidet zu regionalen Entwicklungsgesellschaften. Nachdeem auf eine Klage der CHP hin der Verwaltungsgerichtshof mit einer vorläufigen Anordnung die Gründung regionaler Entwicklungsgesellschaften gestoppt und das Verfassungsgericht zur Überprüfung der Rechtsgrundlage angerufen hatte, entschied dieses nun, zwei Bestimmungen aufzuheben. Nach Änderung der beanstandeten Bestimmungen, die technische Details betreffen, wird nun erwartet, dass die regionalen Entwicklungsgesellschaften bald ihre Arbeit aufnehmen können. Mit den Entwicklungsgesellschaften verbinden insbesondere die regionalen Industrie- und Handelskammern die Hoffnung, wirksame Impulse für die Regionalentwicklung geben zu können.

weitere Kurzmeldungen

Strompreiserhöhung


Fortsetzung von Stand By Programmen mit IMF auf der Tagesordnung


Arbeitslosigkeit im 3. Quartal bei 9,3 %


Die Rolle der Türkei bei der Sicherung von Energie in Europa


22 Millionen Touristen bis November


Zentralbank senkt Zinsen um einen halben Prozentpunkt


Verfassungsgericht entscheidet zu regionalen Entwicklungsgesellschaften

 

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