Istanbul Post

Ankara kritisiert Preisverleihung an Osman Kavala

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PVER) hat beschlossen, dass der diesjährige „Vaclav Havel-Menschenrechtspreis“ an den Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala, der im Gezi-Prozess zu einer erschwerten lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde und mit Stand vom 9.10.2023 seit 2.170 Tagen inhaftiert ist, verliehen wird. Dazu erklärt das türkische Außenministerium in einer umgehenden Stellungnahme, es sei inakzeptabel, dass der Vaclav-Havel-Menschenrechtspreis an eine Person verliehen werde, die die türkische Justiz rechtskräftig verurteilt habe. Mit diesem Vorgehen, das eine Missachtung der gerichtlichen Entscheidung darstelle, sei der Ruf und die Glaubwürdigkeit der PVER ernsthaft geschädigt worden.

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