Am 19. März 2025 wurde Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu zusammen mit 105 weiteren Personen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die Gründung und Führung einer kriminellen Vereinigung vor. Sie werden der Manipulation öffentlicher Ausschreibungen, Korruption, Betrug sowie illegale Beschaffung personenbezogener Daten beschuldigt. An der Operation sollen 3.000 Polizeibeamte beteiligt sein. In einer Presseerklärung weist die Staatsanwaltschaft auf einen Bericht der Finanzpolizei MASAK, Gutachten von Steuerfachleuten sowie Zeugenaussagen hin. Nach einer Durchsuchung der Büroräume der kommunalen Medienagentur Medya AŞ in der vergangenen Woche war bereits vermutet worden, dass die Staatsanwaltschaft versuchen werde, İmamoğlu der organisierten Kriminalität zu beschuldigen. Als weiterer Vorwurf wurde zudem noch die Unterstützung der PKK im Zusammenhang mit der Aufstellung der Kandidatenlisten für die Kommunalwahl im vergangenen Jahr nachgeschoben.