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- (Türkisches Statistikinstitut, 16.07.09) Verbrauchervertrauen im Juni gestiegen. Der monatlich vom Türkischen Statistikinstitut erhobene Index des Verbrauchervertrauens ist im Juni um 2,39 Punkte auf 85,27 Punkte gestiegen (100 Punkte entsprechen einer neutralen Haltung, Werte über 100 einer optimistischen. Der Index erreichte im November 2008 mit 68,88 Punkten einen Tiefststand und steigt seitdem kontinuierlich. Vier der fünf Subindexe - gegenwärtige Kaufkraft, zukünftige Kaufkraft, allgemeine Wirtschaftsentwicklung und die Aussicht, Arbeit zu finden - sind gegenüber dem Vormonat gestiegen. Nur der Index mit der Frage, ob der aktuelle Zeitpunkt günstig für die Anschaffung langlebiger Konsumgüter sei, sank um 2,48 Punkte.
- (Dünya, 15.07.09) Förderung für Haselnussbauern läuft aus. Die Regierung hat beschlossen, die 2006 begonnenen Aufkäufe von Haselnüssen einzustellen. Grundsätzlich soll der Anbau für die nächsten drei Jahre nur noch in 13 Provinzen auf Gelände mit mehr als 6 % Steigung in Höhenlagen über 750 Metern mit einer Pauschalzahlung von 150 TL/Dekar
gefördert werden. Für bisher nicht registrierte Anbauflächen wird den Bauern für zwei Jahre 300 TL/Dekar und die folgenden zwei Jahre je 150 TL geboten, wenn sie die Haselnusssträucher entfernen. Insgesamt wird eine Verringerung der Anbaufläche um ein Drittel angestrebt. (Für die mittleren Schwarzmeerregionen stellen Haselnüsse das wichtigste landwirtschaftliche Produkt dar. Aufgrund der Hanglagen haben sich Alternativprodukte bisher vielerorts nicht durchsetzen können).
- (Türkisches Statistikinstitut) Saisonaler Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die monatliche Befragung zur Arbeitsmarktbeteiligung ergab einen Rückgang der Arbeitslosigkeisquote auf 14,9 %. Bei der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft ergab sich ein Rückgang um 436.000 Beschäftigte und eine Arbeitslosenquote von 18,2 %. Die Zahl der Beschäftigten sank insgesamt um 530.000. 24 % der Beschäftigten sind in der Landwirtschaft tätig. Die Landwirtschaft erfüllt damit eine wichtige Auffangfunktion für den Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsanteil der Industrie sank um 1,2 %. Die Arbeitslosigkeit bei den unter 25jährigen stieg von 17,6% auf 26,5 %.
- (Cumhuriyet, 15.07.09) Zahl versicherter Arbeitnehmer um 20 % zurückgegangen. In einer Presseerklärung teilt der Arbeitgeberverband TISK mit Hinweis auf die Sozialversicherungsstatistik mit, dass in den vergangenen elf Monaten im produzierenden Gewerbe jeder fünfte Arbeitsplatz abgebaut wurde. In diesem Zeitraum sank die Anzahl der Betriebsstätten um 14,4 %, die der Beschäftigten um 21,4 %. Während in der Industrie 680.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden, beläuft sich der Beschäftigungsrückgang insgesamt auf 1,2 Millionen.
- (NTV, 15.07.09) Haushaltsdefizit weiter gewachsen. Im ersten Halbjahr sind die Staatsausgaben um 24,1 %, die Zinsaufwendungen um 31,4 % gestiegen. Zugleich sind die Einnahmen um 0,9 % zurückgegangen. Das Steueraufkommen verringerte sich um 4,4 %. Hatte der Haushalt im ersten Halbjahr 2008 noch einen Überschuss von 1,9 Mrd. TL ausgewiesen, weist er in den ersten sechs Monaten 2009 ein Defizit von 23,2 Mrd. TL aus.
Am gleichen Tag wurden Erhöhungen bei verschiedenen Mehrwertsteuersätzen veröffentlicht. Erhöht wurde zunächst die Besteuerung von Benzin sowie der Steuersatz auf Essen in Restaurants touristischer Einrichtungen.
- (Dünya, 15.07.09) Wenig Bewegung bei Unternehmensverkäufen. Eine Auswertung des Instituts Deloitte kommt zu dem Schluss, dass das erste Quartal 2009 das schwächste im Hinblick auf Unternehmensverkäufe und Fusionen seit fünf Jahren war. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte sich die Zahl der Transaktionen um 40 %, das Volumen um 80 %. Der Anteil ausländischer Investitionen am geschätzten Volumen von 2 Milliarden Dollar ging von einem Niveau bei 85 % auf 55 % zurück. Auch wenn in den vergangenen zwei Monaten eine Belebung eingesetzt hat, geht Deloitte nicht davon aus, dass in diesem Jahr ein Volumen von 5 Milliarden Dollar überschritten wird. Dies wäre der niedrigste Wert seit 2004.
- (Dünya, 15.07.09) Ausländische Direktinvestitionen um rund die Hälfte gesunken. Daten des Schatzamtes zufolge sanken das Volumen ausländischer Direktinvestitionen von Januar bis Mai 2009 um 52,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von einer Investitionssumme von 3,584 Mrd. Dollar entfiel rund ein Drittel auf den Energie- und den Umweltsektor. Die Invetitionen in den Energiesektor lagen um den Faktor 6,5 über denen des Vorjahres. Weiter gibt die Statistik an, dass in den ersten fünf Monaten 908 Unternehmen mit internationalem Kapital gegründet wurden.
weitere Kurzmeldungen
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Verbrauchervertrauen im Juni gestiegen
Förderung für Haselnussbauern läuft aus
Saisonaler Rückgang der Arbeitslosigkeit
Zahl versicherter Arbeitnehmer um 20 % zurückgegangen
Haushaltsdefizit weiter gewachsen
Wenig Bewegung bei Unternehmensverkäufen
Ausländische Direktinvestitionen um rund die Hälfte gesunken
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