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Jahrgang 5 Nr. 31 vom 31.07.2009
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 29.07.09) Wirtschaftskrise in Antalya. Seit Jahresbeginn wurden in Antalya 210.000 Zwangsvollstreckungsverfahren eingeleitet. Angesichts der rund 930.000 Einwohner der Stadt bedeutet dies, dass rund jeder vierte Einwohner betroffen ist. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zum Jahresende die Zahl der Verfahren auf 450.000 steigen wird. Nach Einschätzung der Anwaltskammer Antalya liegen bei den Zwangsvollstreckungen Kreditkartenschulden, Kfz-Kredite und unbezahlte Rechnungen vorn.
  • (Dünya, 29.07.09) Zentralbank rechnet mit niedriger Inflation. Die Zentralbank hat das Protokoll der Geldratssitzung vom 16. Juli veröffentlicht. In dem Dokument geht die Zentralbank davon aus, dass trotz einiger staatlicher Steuer- und Gebührenerhöhungen vorübergehende Schwankungen in der Inflation eintreten können. Gleichwohl sei ein wirklicher Anstieg der Inflation aufgrund geringer Nachfrage, niedriger Kapazitätsauslastung und geringer Investitionstätigkeit nicht zu erwarten. Aus diesem Grund könnten die Zinssenkungen der Zentralbank noch eine Weile fortgesetzt werden.
  • (Dünya, 27.07.09) Gründung regionaler Entwicklungsgesellschaften abgeschlossen. Mit der Gründung von 16 regionalen Entwicklungsagenturen ist der 2005 eingeleitete, zwischenzeitlich jedoch durch Rechtsstreits unterbrochene, Prozesse des Aufbaus einer dezentralen Regionalpolitik wieder aufgenommen worden. Insgesamt existieren 26 Agenturen, die in der Regel für mehrere Provinzen zuständig sind. Die Agenturen richten Investitionsbüros in den Provinzstädten ein, um Investoren Informationen und Unterstützungsleistungen zu bieten. Das Budget wird auf eine Milliarde TL geschätzt, jedoch könnte die Wirksamkeit der Agenturen beträchtlich durch Einflussnahme auf das neue Investitionsförderungsmodell steigen.
  • (Cumhuriyet, 27.07.09) Arbeitslos und optimistisch. Eine in 27 EU-Ländern und den Beitrittskandidaten durchgeführte Eurobarometerumfrage ergab, dass im europäischen Durchschnitt 36 % der Befragten angaben, dass in ihrer Familie und ihrem Umfeld mindestens eine Person aufgrund der Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verloren haben. In der Türkei lag dieser Anteil bei 44 %. Nach Sorgen wegen der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt befragt, bestätigten dis in der Türkei 34 % der Befragten, in Spanien lag der Anteil bei 65 %. Gefragt, ob die schwierigste Phase der Wirtschaftskrise überwunden sei, wurde dies nach Schweden (45 %) in der Türkei (39 %) am häufigsten bestätigt.
  • (Cumhuriyet, 27.07.09) 94 neue Einkaufszentren. Der Vereinigte Marken Verein BMD erklärt, dass von 2009-2010 94 neue Einkaufszentren eröffnet werden. Zusammen mit den übrigen Neueröffnungen von Geschäften geht der Verein davon aus, dass seine Mitglieder 2.500 neue Geschäfte eröffnen werden. Allein für die Dekoration der Geschäfte werden ca. 450 Millionen Dollar ausgegeben. Mit den neuen Geschäften wird sich eine Beschäftigung von ca. 25.000 Arbeitsplätzen ergeben.
  • (Dünya, 26.07.09) Turistenzahl um 0,9 % zurückgegangen. Angesichts von Wirtschaftskrise und Schweinegrippe wird der geringe Rückgang der Besucherzahl als Erfolg betrachtet. Gleichwohl merken Branchenvertreter an, dass die wirtschaftlichen Verluste für den Sektor größer sind. Sie verweisen zum einen auf deutliche Preisnachlässe, die den Touranbietern gewährt werden mussten und zum anderen auf eine geringere Zahl der Übernachtungen. So berichtet der Vorsitzende der Union türkischer Hoteliers TÜROFED Ahmet Barut, dass der Auslastungsgrad der Hotels um 15-20 % zurückgegangen sei.

weitere Kurzmeldungen


Wirtschaftskrise in Antalya


Zentralbank rechnet mit niedriger Inflation


Gründung regionaler Entwicklungsgesellschaften abgeschlossen


Arbeitslos und optimistisch


94 neue Einkaufszentren


Turistenzahl um 0,9 % zurückgegangen

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