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Jahrgang 5 Nr. 34 vom 21.08.2009
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Cumhuriyet, 19.08.09) Webportal mit 9,5 Mrd. Dollar Umsatz im ersten Halbjahr. Das Webportal sahibinden.com konnte im ersten Halbjahr einen Umsatz von durchschnittlich 1,5 Mrd. Dollar pro Monat verbuchen. Die Site enthält 160.000 Immobilienangebote - im ersten Halbjahr wurden 50.000 Wohnungen verkauft. Bei Autos wurde ein Umsatz von 270 Mio. Dollar erzielt. Das Besucheraufkommen liegt monatlich bei 9,5 Millionen.
    Die Cumhuriyet kominierte diese Meldung mit dem Ergebnis der Umfrage des Türkischen Statistikinstituts zur Computer- und Internetnutzung. Der Umfrage zufolge verfügen 30 % der türkischen Haushalte über einen Internetzugang. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen nutzen einen Computer und das Internet. 59,3 % der Befragten gaben an, dass sie das Internet täglich benutzen. Mit je rund 70 % liegen EMail und Zeitungslektüre an der Spitze der Internetnutzungen. Der Anteil der Internet-Nutzer, die Internetcafes besuchen, liegt bei 21,1 %.
  • (Dünya, 19.08.09) Neue Diskussion über Ausschreibungsbedingungen zum Bau des Atomkraftwerks. Meldungen darüber, dass sich der Staat an der Errichtung des ersten Atomkraftwerks der Türkei in Akkuyu beteiligen könnte, haben zu Kritik aus dem Kreis der Interessenten an der Ausschreibung geführt. Im vergangenen Jahr war die Errichtung öffentlich ausgeschrieben worden. Trotz Forderungen mehrer Interessenten war die Frist nicht verlängert worden. Der Zuschlag ging an ein russisch-türkisches Konsortium, jedoch konnte bisher keine Einigung über den Abnahmepreis für den Strom erzielt werden. Am 20. August berichtete die Dünya über eine Stellungnahme des Energieministers, der erklärte, dass noch keine Einigung erzielt werden konnte. Am 19. August gibt die Dünya in einem langen Artikel die Einwände von Ümit Danisman von der Akenerji wieder, der erklärt, es sei kein guter Stil, nach erfolgter Ausschreibung die Bedingungen zu verändern. Hätte sein Unternehmen von einer möglichen Staatsbeteiligung Kenntnis gehabt, hätte es sich an der Ausschreibung beteiligen können.
  • (NTV, 18.08.09) Weitere Zinssenkung der Zentralbank. Die türkische Zentralbank hat wie erwartet die Zinsen auf kurzfristige Anleihen um einen halben Prozentpunkt auf 10,25 %, für kurzfristige Einlagen auf 8,25 % gesenkt. Seit November 2008 haben die Zinssenkung eine Höhe von 9 % erreicht. Es wird davon ausgegangen, dass die Zentralbank mit ihren Zinssenkungen fortfahren wird, bis es Anzeichen für eine nachhaltige Belebung der Wirtschaft gibt.
  • (NTV, 17.08.09) Verbrauchervertrauen zurückgegangen. Nach sieben Monaten des Anstiegs zeigt der vom Türkischen Statistikinstitut erhobene Index des Verbrauchervertrauens im Juli einen Rückgang um 3,4 Punkte und erreichte einen Wert von 82,37 Punkten (Werte unter 100 deuten auf "Pessimismus", über 100 auf "Optimismus"). Der Rückgang des Index geht auf schlechtere Einschätzungen hinsichtlich der aktuellen und künftigen Kaufkraft, der künftigen Wirtschaftsentwicklung, der künftigen Aussichten, Arbeit zu finden sowie hinsichtlich der aktuellen Bedingungen für den Erwerb von langlebigen Konsumgütern zurück.
  • (NTV, 17.08.09) Arbeitslosenquote zurückgegangen. Mit 13,6 % lag die Arbeitslosenquote im Mai um 4,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats, jedoch deutlich niedriger als im März (16,1 %). Unter jungen Menschen erreichte die Arbeitslosigkeit ein Niveau von 24,9 %. Während einerseits die Erwerbsbeteiligung leicht anstieg, geht die Verringerung der Arbeitslosigkeit vor allem auf die Landwirtschaft zurück. Hier wurde ein Beschäftigungsanstieg von 69.000 verzeichnet, während die Beschäftigung in den übrigen Sektoren um 455.000 zurückging. Der Beschäftigungsanteil der Industrie sank auf 18,6 %.
  • (Cumhuriyet, 16.08.09) Wenig Fortschritt beim GAP-Projekt. Der Vorsitzende der Kammern der Landwirtschaftsingenieure Gökhan Günaydin erklärt, dass während der siebenjährigen Regierungszeit der AKP die Aufwendungen für landwirtschaftliche Bewässerung zurückgegangen sind. Beim jetzigen Investitionstempo würde es 80 Jahre brauchen, bis die für Bewässerung geeigneten landwirtschaftlichen Flächen tatsächlich versorgt werden. Beim GAP-Projekt ist das Ziel, 1,8 Mio. Hektar zu bewässern - bisher sind nur 240.000 Hektar in das Bewässerungssystem aufgenommen worden. Auch sei die Aussage falsch, dass die Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen im GAP-Gebiet eine Millionen Hektar erreicht habe - es sei rund die Hälfte und erreiche vielleicht landesweit den angegebenen Umfang.

weitere Kurzmeldungen


Webportal mit 9,5 Mrd. Dollar Umsatz im ersten Halbjahr


Neue Diskussion über Ausschreibungsbedingungen zum Bau des Atomkraftwerks


Weitere Zinssenkung der Zentralbank


Verbrauchervertrauen zurückgegangen


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Wenig Fortschritt beim GAP-Projekt

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