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Jahrgang 5 Nr. 36 vom 4.09.2009
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 4.09.09) Drei Millionen Abonnenten für 3G Mobiltelefondienst in einem Monat. Ilter Terzioglu von Turkcell teilt mit, dass seit dem Start der dritten Generation der Mobiltelefone am 30. Juli die Zahl der Abonnenten dieses Dienstes bei seinem Unternehmen drei Millionen erreicht habe. Die größte Nachfrage habe sich beim 3G-Internetdienst und Modems ergeben. (Bedenkt man, dass neben Turkcell auch Vodafon und Avea mit 3G an den Start gegangen sind, deutet die Entwicklung darauf hin, dass sich die dritte Generation in der Türkei - der Wirtschaftskrise zum Trotz - ebensoschnell verbreitet wie die erste Generation der Mobiltelefone).
  • (NTV, 3.09.09) Verbraucherpreise im August zurückgegangen. Das Türkische Statistikinstitut teilt mit, dass im August die Verbraucherpreise um 0,3 % zurückgegangen, die Erzeugerpreise um 0,42 % gestiegen sind. Die Jahresinflation ging auf 5,33 % zurück. Der Rückgang der Verbraucherpreise scheint zu einem bedeutenden Teil auf saisonale Einflüsse zurückzugehen. Die Verbraucherpreise stiegen unter Ausklammerung saisonaler Produkte um 1,01 %, bereinigt um nichtverarbeitete Lebensmittel um 0,23 %.
  • (NTV, 3.09.09) 222 Einkaufszentren in der Türkei. Einem Bericht von Jones Lang Laselle zur Einzelhandelsentwicklung ist mit acht Neueröffnungen im ersten Halbjahr und vier Eröffnungen im August die Zahl der Einkaufszentren in der Türkei auf 222 gestiegen. Die vermietbare Ladenfläche der im August eröffneten Zentren liegt bei 170.000 Quadratmetern und entspricht etwa dem Volumen der Fläche der neuen Zentren im ersten Halbjahr. 100.000 Quadratmeter entfallen auf Istanbul. In dem Bericht wird außerdem darauf hingewiesen, dass in Istanbul 33 und in Anatolien 41 weitere Einkaufszentren im Bau sind.
  • (Milliyet, 2.09.09) Exportrückgang im August 29,8 %. Die Vereinigung türkischer Exporteure TIM gab die Daten für den vergangenen Monat dieses Mal in Yüksekova (Provinz Hakkari) bekannt. Der TIM Vorsitzende Mehmet Büyükeksi wies darauf hin, dass die Grenzprovinzen zum Irak über eine bedeutende Steigerung des Exports verfügen, jedoch nach wie vor Probleme bei den Grenzübergängen bestehen. Im vergangenen Monat betrug das Exportvolumen der Türkei 7,67 Mrd. Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von 29,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat und einem um 13,6 % gegenüber dem Vormonat. Die wichtigsten Exportgüter waren Bekleidung, Kraftfahrzeuge und chemische Produkte. Während der Anteil der EU-Länder von 52 % auf 48 % zurückging, stieg der Anteil afrikanischer Länder von 6 % auf 11 %.
    Das Türkische Statistikinstitut hat die Außenhandelsdaten für Juli bekannt gegeben. Demzufolge sank der Export gegenüber dem Vorjahresmonat um 28,3 % auf 9,03 Mrd. Dollar. Die Importe sanken um 39,5 % auf 12,4 Mrd. Dollar. Das Außenhandelsdefizit liegt bei 27,3 %.
    Die Dünya weist am 2. September in einem Beitrag zudem auf die Veränderung der Importstruktur hin. Im Zeitraum Januar bis Juli ging der Import von Investitionsgütern um 32,5 % zurück. Im gleichen Zeitraum lag der Rückgang bei den industriellen Rohstoffen und Vorprodukten bei 44,7 % und bei den Konsumgütern bei 24,9 %. Zwar entspricht dieser Rückgang auch einem der Industrieproduktion, die Dünya verweist zugleich aber auch auf die veränderte Devisenparität - ein Teil der früher importierten Vorprodukte und Rohstoffe dürfte nun vom türkischen Markt beschafft werden.
  • (Milliyet, 2.09.09) Tourismusinvestitionen verlagern sich nach Anatolien. Eine Untersuchung der Ekin Gruppe, die sich auf Daten der Investitionsförderung des Schatzamtes stützt, zeigt, dass in den ersten sieben Monaten 2008 die Hälfte der geförderten Investitionen in Anatolien getätigt wurde. In diesem Jahr lag dieser Anteil im gleichen Zeitraum bei 65 %. In diesem Jahr wurden in den ersten sieben Monaten 82 Projekte, davon 60 Neuinvestitionen eingereicht. Das Investitionsvolumen für diese Projekte liegt bei einer Milliarden TL. Erwartet werden 4.000 neue Stellen.
  • (Dünya, 1.09.09) Deutsche Bank seit 100 Jahren in der Türkei. 1909 wurde in Istanbul eine Filiale der Deutschen Bank - die zweite Auslandsfiliale der Bank nach London - eröffnet. Die Deutsche Bank ist in der Türkei nicht im Privatkundengeschäft, sondern als Vermittlerin, im Wertpapierhandel sowie für Geschäftskunden tätig.
  • (Cumhuriyet, 1.09.09) Geringe Beteiligung bei Kreditkarten-Umschuldung. Von 875.000 Personen, die von der befristeten Möglichkeit Gebrauch machen konnten, ihre Kreditkartenschulden auf Ratenbasis zu günstigeren Konditionen zu tilgen, haben nur 81.000 Personen einen Antrag gestellt. Das Volumen der Refinanzierungen beträgt 251 Millionen Lira. Der Vorsitzende der Verbraucher Union führt die geringe Beteiligung darauf zurück, dass die Schuldner selbst zu den gebotenen Konditionen nicht zu einer Tilgung in der Lage seien. Hinzu kommen Beschwerden, dass Banken in den ersten drei Wochen der Regelung Antragsberechtigte abgewiesen oder von ihnen die vollständige Begleichung der angefallenen Anwaltskosten verlangt haben, obwohl diese zu 75 % erlassen werden sollen. Die Frist für die Antragstellung auf Refinanzierung von Kreditkartenschulden endet am 8. September.

weitere Kurzmeldungen


Drei Millionen Abonnenten für 3G Mobiltelefondienst in einem Monat


Verbraucherpreise im August zurückgegangen


222 Einkaufszentren in der Türkei


Exportrückgang im August 29,8 %


Tourismusinvestitionen verlagern sich nach Anatolien


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Geringe Beteiligung bei Kreditkarten-Umschuldung

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